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Der Chinesische Schopfhund - ein fernöstliches Wesen - Chinese Crested

Rassehunde-Tierportrait:

Ursprungsland China
Fellfarben Alle Farben
Lebenserwartung 13- 15 Jahre
Gewicht Rüden: 2,3 - 5,4 kg, Hündinnen: 2,3 - 5,4 kg
Widerristhöhe Rüden: 28 - 33 cm, Hündinnen: 23 - 30 cm
Besonderheiten Lebendig, Verspielt, Konzentriert, Gutmütig, Glücklich,
Anhänglich
FCI-Standard Nr. 288, Gruppe 9, Sektion 4
Chinesischer Schopfhund Rasseportrait Der Chinesische Schopfhund ist ein freundlicher und verspielter Familienhund.

Passt ein Chinesischer Schopfhund zu mir? Alles rund um die beliebte Hunderasse

Chinesischer Schopfhund ist der Oberbegriff zweier Arten, die sich im Wesen jedoch nicht unterscheiden. Den Powder Puff und den nur an Kopf, Ohren, Rute und den Pfoten behaarten Hairless. Diesem wird nachgesagt, für Tierhaarallergiker geeignet zu sein, was jedoch ein Irrglaube ist, da nicht auf Tierhaare, sondern auf Enzyme im Speichel der Tiere allergisch reagiert wird.

Hund mit verspieltem Charakter

Hairless Chinesischer Schopfhund Chinesische Schopfhunde sind sehr anhänglich, verspielt und aufgeweckt.

Ein Chinesischer Schopfhund, unabhängig ob als Powder Puff oder als Hairless, gilt als besonders verspielt, zärtlich, liebevoll und aufgeweckt, ist aber gleichzeitig auch sehr wachsam und loyal. Er kuschelt gerne und ist seinem Besitzer am liebsten ganz nah. Daher passt ein Hund dieser Rasse sehr gut in eine Familie.

Gegenüber Fremden ist der Chinesische Schopfhund anfangs misstrauisch und zurückhaltend. Deshalb sollte dem Hund eine vertraute Umgebung mit festen Bezugspersonen geboten werden. Obwohl er optisch nicht danach aussieht, ist der Chinesische Schopfhund robust. Zudem ist er intelligent, lernt er sehr schnell und kann sich gut an seine Umgebung anpassen. Die Erziehung gestaltet sich deshalb recht leicht, auch wenn der Chinesische Schopfhund auch mal stur sein kann.

Haltung des Chinesischen Schopfhundes

Wenn der Hundebesitzer bereits einen Hund hat, ist das für den Chinesischen Schopfhund kein Problem. Die Rasse ist nämlich gut verträglich mit anderen Artgenossen. Auch für ältere Menschen kommt der schöne zierliche Hund infrage, denn dieser benötigt nur wenig Auslauf. Für Personen, die einen treuen Begleiter für kleine Spaziergänge suchen, passt dieser Hund ebenfalls sehr gut.

Dank seiner Ausdauer schafft der Chinese Crested aber auch längere Touren, bei denen er ausgiebig toben kann. Er eignet sich deshalb für Hundesport wie Agility und andere Aktivitäten - letztere wünscht er sogar. Die Haltung und Erziehung dieser Rasse ist relativ einfach. Deshalb können sich auch weniger erfahrene Besitzer ruhigen Gewissens für diesen Hund entscheiden. Weiterhin sollte sich der künftige Hundehalter an der lebendigen und forschen Art des Hundes erfreuen können, und sich nicht davon gestört fühlen.

Besondere Merkmale des Chinesischen Schopfhundes

Chinesischer Schopfhund Powder Puff Der Powder Puff hat weiche Haare mit Unterwolle.

Bei den Chinesischen Schopfhund lassen sich die Hairless und die Powder Puffs unterscheiden. Die Hairless haben kein vollständiges Haarkleid. Er hat lediglich einen (möglichst) langen Haarschopf am Kopf, vom Stop bis zum Hals. Zusätzlich treten auch an der Rute und an den Pfoten Haare auf - letztere wirken wie Socken.

Der Powder Puff hingegen hat keine haarlosen stellen. Er besitzt ein weiches Fell mit Unterwolle - auch Haarschleier genannt. Es treten auch Hunde mit rauem, kurzem oder gelocktem Haar auf - diese entsprechen aber nicht dem Standard. Powder Puffs haaren kaum, da sie keinem saisonalen Haarwechsel unterliegen. Den Powder Puffs fehlt das Gen für die Nacktheit - verpaart man sie, erhält man also nur behaarte Hunde.

Bei Chinesischen Schopfhunden unterscheidet man feinknochige, kleiner und schlankere "deer types" und wesentlich kräftigere, größere und gedrungenere "cobby types". In der Zucht hat sich allerdings der "deer type" durchgesetzt.

Pflege und Gesundheit des Chinese Crested

Pflege von Fell, Haut und mehr

Chinesischer Schopfhund Winter Bei Kälte sollte vor allem der Hairless eine Hundejacke tragen, damit er nicht friert.

Für den nackten Hairless empfiehlt sich die Anschaffung einer Decke oder Hundejacke als Zubehör. Der Chinesische Schopfhund ist nämlich empfindlich gegen Kälte und starke Sonneneinstrahlung. Im Winter sollte deshalb eine Hundejacke zum Gassigehen verwendet werden. Im Sommer sollte man vor allem mit hellhäutigen Hunden ein schattiges Plätzchen aufsuchen und Sonnenschutz für Hunde verwenden.

Vor allem die Powder Puffs benötigen regelmäßige Fellpflege, damit sich keine Knoten und Verfilzungen im Haarkleid und der Unterwolle bilden. Schon Welpen sollten an tägliches Bürsten gewöhnt werden. Egal ob Hairless oder Power Puff: Ab und zu sollte ein Bad mit speziellem Hundeshampoo anstehen. Der Hairless sollte anschließend mit einer Hundelotion eingerieben werden, damit die Haut nicht zu trocken wird.

Die Krallen des Chinesischen Schopfhundes sollten hin und wieder gestutzt werden. Zudem sollten die Zähne regelmäßig kontrolliert und geputzt werden. Das beugt Zahnkrankheiten vor.

Mögliche Krankheiten

Beim Kauf eines Welpen sollte besondere Vorsicht geboten sein. Ein Chinese Crested kann einige Erbkrankheiten, wie Immundefizienz, Hautallergien, Patellaluxation, Progressive Retina-Atrophie und ein unvollständiges Gebiss haben. Deshalb ist es ratsam darauf zu achten, ob diese Erkrankungen in der Zuchtlinie bereits schon einmal aufgetreten sind. Ein gesunder Chinesischer Schopfhund hat eine Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren.

Beschreibung des Aussehens (analog VDH)

Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) legt bestimmte Regeln für die Hundezucht fest. Unter anderem sind in diesen Regeln das Aussehen, Gewicht und Fell definiert.

AllgemeinKleiner, lebhafter und anmutiger Hund mit mittelstarken bis leichten Knochen. Körper ist ebenmäßig, entweder haarlos (Hairless), mit Haarwuchs an den Pfoten, am Kopf und an der Rute oder leicht mit einem weichen Haarschleier eingehüllt (Powder Puff).
KopfSchädelLeicht gerundet und mit länglicher Form.
FangVerjüngt sich leicht, ist jedoch niemals spitz. Trocken, ohne hängende Belefzung - die Lefzen sind dünn und straff.
AugenSo dunkel, dass sie fast schwarz erscheinen - selten jedoch Weiß. Mittelgroß und weit voneinander platziert.
HalsSchlank, trocken, lang ohne Wamme und mit anmutigem Übergang in die kräftigen Schultern. Wird in der Bewegung hoch erhoben und nur leicht gebogen getragen.
KörperLendenpartieStraff.
BrustZiemlich breit und tief; nicht fassförmig; Brustbein nicht vorstehend. Brustkorb bis zum Ellenbogen reichend.
RückenGerade.
RuteHoch angesetzt und in der Bewegung seitwärts oder hoch getragen. Lang und spitz zulaufend und ziemlich gerade. Weder geringelt noch zur Seite gedreht, im Stand natürlich fallend. Befederung ist lang und wallend, und auf die unteren 2/3 der Rute beschränkt. Spärliche Behaarung der Rute ist ebenfalls erlaubt.
PfotenAusgestreckte, schmale und lange Hasenpfote. Krallen von beliebiger Farbe, mäßig lang. Pfotenbehaarung (Socken) im Idealfall auf die Zehen begrenzt, auf keinen Fall über das Vorderfußwurzelgelenk reichend. Die Pfoten sind weder ein- noch ausgedreht.
HaarkleidHaarAn keiner Stelle des Körpers sollte es größere behaarte Stellen geben. Ein langer wallender Schopf am Kopf ist bevorzugt aber ein spärlicher Schopf ist zulässig; idealerweise sollte er am Stop beginnen und bis zum Hals reichen. Bei den "Powder Puffs" besteht das Haarkleid aus der Unterwolle und einem weichen, langen Haarschleier; dieser ist ein besonderes Merkmal.
FarbeJede Farbe oder Farbkombination ist zulässig.

Geschichte des Chinesischer Schopfhundes: Zucht als Spielzeug

Chinese Crested Vor der Anschaffung eines Chinese Crested sollte man sich über mögliche Erbkrankheiten informieren.

Wie der Name schon vermuten lässt, stammt ein Chinesischer Schopfhund ursprünglich aus China. Über seine genaue Herkunft lässt sich aber nur spekulieren. Gewiss ist, dass sich bereits in grauer Vorzeit durch genetische Mutation eine haarlose Hunderasse entwickelte, der "Canis Africanis". Dieser kam vermutlich durch Händler bis nach China, von wo aus er wiederum mit Teeschiffen bis Südamerika kam. Durch gezielte Zucht gelang es, den "Treasure House Guardian" (kostbarer Hüter des Hauses) heranzuziehen. Die Züchter der Mandarin wollten einen Haushund, der sich in die Welt von Porzellanvasen, Pagoden, Seide und duftenden Päonien einfügen kann. Vor allem reiche und adlige Chinesen hielten sich den Hund als Schoß- und Spieltier. Er kam aber auch als Wachhund zum Einsatz.

Ihm wurden wegen seiner nackten Haut auch heilende Kräfte zugesprochen, weswegen er schonmal als Wärmflasche benutzt oder zum gemeinsamen Bad in die Wanne geholt wurde. Ein aus europäischer Sicht eher düsteres Kapitel der Geschichte ist, dass ein Chinese Crested lange Zeit auch als Delikatesse galt und oftmals ein Ende im Kochtopf fand. In den 1920er Jahren wurde er auch in den USA bekannt - in den 1980ern folgte die Anerkennung durch den FCI.

Ein verwandter Mischling in Übersee

Ein Chinesischer Schopfhund hat nur einen bekannten Verwandten, den Mexikanische Nackthund. Die Verwandtschaft lässt sich schon mit bloßem Auge erkennen. Dieser Mischling wurde wahrscheinlich von chinesischen Seeleuten mit Teeschiffen nach Südamerika gebracht, wo er eine eigenständige Entwicklung durchgemacht hat.


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