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Übersicht zu Reitabzeichen

Ratgeber Pferde-Reitabzeichen: Abzeichen der VFD

Die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e. V. (VFD) stellt einen von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) unabhängigen Verein dar. Das Netzwerk richtet sich an Freizeitreiter und -fahrer in ganz Deutschland und unterstützt seine Mitglieder mit Rat und Tat rund um das Thema Reitrecht. Seit der Gründung im Jahre 1973 entwickelte der VFD ein aufeinander aufbauendes System an Leistungsnachweisen: Im Fokus stehen dabei das Reiten im Gelände sowie das Wanderreiten.

Abzeichen für Einsteiger

Bereits für Kinder offeriert die VFD ein breites Angebot an Optionen: Kinder ab acht Jahren können beispielsweise den Juniorpass erwerben. Dieser unterteilt sich in drei Stufen. Der Juniorpass I konzentriert sich auf den Umgang mit dem Pferd, zudem werden allgemeines Grundwissen abgefragt und erste Informationen zum Reiten in entsprechenden Kursen im Vorfeld vermittelt. Beim Juniorpass der Stufe II kommen die Aspekte Pflege und Ausrüstung sowie Reiten in der Bahn hinzu. Der Juniorpass der dritten Stufe hat ähnliche Anforderungen, die Prüfungsleistung wird u. a. um das Reiten in der Bahn und im Gelände ergänzt. Pferdekunde und -haltung gelten als eigenständige Prüfungsgebiete; Basiskurse mit anschließenden Abschlussprüfungen sind bei jeder Stufe die Regel.

Weiterführende Abzeichen

Neben dem Juniorpass bietet die VFD selbstredend weiterführende Abzeichen an wie z. B. das Geländereiter- und Wanderreiterabzeichen. So muss bei Ersterem in der Praxis zunächst das Pferd in der Bahn vorgestellt und anschließend ein mindestens 90-minütiger Geländeritt mit Pause geleistet werden. Prüflinge müssen zudem über eine grundlegende Ausrüstung (Erste-Hilfe-Set, Decke, Hufkratzer) verfügen. Außerdem müssen sie nachweisen, dass sie ihr Pferd im Gelände unter Kontrolle haben. Elementar ist zudem, dass Teilnehmer in kritischen Situationen einen kühlen Kopf bewahren und entsprechende Lösungen finden. Beim Wanderreiten muss der Prüfling in der Lage sein, die Eignung des teilnehmenden Pferdes richtig einzuschätzen. Schwerpunkte der Prüfung sind weiterführend das Anbringen des Gepäcks, die Orientierung im Gelände, Reparaturen der Ausrüstung, Pferdeversorgung etc. Der zu absolvierende Wanderritt bedarf mindestens zwei Tage á 18 Kilometer.

Rittführer VFD

Überaus anspruchsvoll ist die Prüfung zum Geländerittführer VFD und Wanderrittführer VFD. Ein typisches Lehrgangangebot kann sich beispielsweise folgendermaßen gestalten: Der VFD Geländerittführerlehrgang bereitet teilnehmende Personen in zwei Kursteilen mit insgesamt fünf Kurstagen auf die abschließende Prüfung vor. Wer sich für den Wanderrittführer interessiert, muss dies im Vorfeld kundtun – der Kurs wird in der Folge um 10 zusätzliche Unterrichtsstunden ergänzt. So findet dann z. B. an einem Wochenende die theoretische Ausbildung statt, am zweiten Wochenende stehen dann das praktische Führen und Reiten im Gelände im Fokus. Interessierte sollten bereits eine Menge an Erfahrung im Gelände- und Wanderreiten als auch eine hervorragende körperliche und geistige Verfassung mitbringen – schlechte Wegstrecken und natürliche Geländehindernisse dürfen für zukünftige Rittführer kein Problem darstellen. Ausgebildete Rittführer sind für die Planung, Durchführung und Leitung von Ritten befähigt und qualifiziert. Daneben sind Rittführer in der Lage, die Eignung und den Gesundheitszustand der teilnehmenden Reiter und Pferde zu beurteilen. Des Weiteren nehmen sie die Einteilung der Gruppe vor und erteilen Kommandos inklusive entsprechender Handzeichen. Selbstredend benötigen Rittführer umfassende Kenntnisse in dem Bereich Erste Hilfe für Tier und Mensch.

Weitere Abzeichen

Gemäß den Prüfungen unter dem Sattel können zudem der Geländefahrer VFD und der Wanderfahrer VFD abgelegt werden. Die Aufgaben des Fahrtenführers auf dem Kutschbock orientieren sich an denen der Rittführer im Sattel. Eine Sonderstellung – da einzigartig – genießt das Abzeichen „Reitbegleithund VFD“: Teilnehmer können damit nach bestandener Prüfung nachweisen, dass sie Hund und Pferd zugleich sicher Händeln können. In einem entsprechenden Lehrgang wird der Reitbegleithund auf die Prüfung vorbereitet. Voraussetzung dafür ist ein bereits vorhandener guter Grundgehorsam in Sinne einer Begleithundeprüfung, zudem gelten als Grundvoraussetzung des Vierbeiners Leinenführigkeit, Freifolge, Sitz und Platz als auch das Ablegen aus der Entfernung. Der Kurs erstreckt sich mindestens über einen Zeitraum von 30 Unterrichtseinheiten und umfasst u. a. die Themen Hund und Pferd im Parcours/Gelände/Straßenverkehr, Unfallverhütung, Sicherheitsmaßnahmen, rechtliche Vorschriften (STVO, Landesgesetze), Analyse des Reitbegleithundes (Charakter, Neigung, Stärken, Schwächen) sowie besondere Anforderungen an den Hund und das Pferd.

 

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