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Tipps zur Reinigung des eigenen Gartenteichs

Grafik Gartenteich reinigen Ein Gartenteich sollte regelmäßig gereinigt werden, damit das biologische Gleichgewicht erhalten bleibt. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Schmückt Deinen Garten ein kleiner Teich, so hast Du viel Arbeit und einige Stunden investiert, um diese Lebensraumverbesserung zu ermöglichen. Um den Gartenteich zu erhalten, darf auf keinen Fall die regelmäßige Pflege vernachlässigt werden. Damit der Teich nicht zu einem Tümpel wird, empfiehlt sich eine jährliche Reinigung.

Mit dem Gartenteich gestaltest Du ein kleines Biotop, in dem Wasserpflanzen und Fische einen Lebensraum finden können. Nach einiger Zeit ist der Gartenteich eingefahren. Dies bedeutet, dass sich das klare Wasser, das Du zunächst aus dem Gartenschlauch einfüllst, mit Nährstoffen angereichert hat. Du kannst Fische oder andere Wassertiere einsetzen. Dennoch darfst Du den Gartenteich nicht sich selbst überlassen. Anders als ein natürliches Gewässer braucht er Pflege. Dabei ist der Pflegebedarf höher, je kleiner der Teich ist. Nur sehr große Gartenteiche kommen ohne oder mit einem sehr geringen Reinigungsaufwand aus. Erfahre hier, wie und wann Du Deinen Gartenteich reinigen solltest und was es zu beachten gibt.

Gartenteich regelmäßig reinigen - warum ist das notwendig?

Auch wenn Du viel Platz in Deinem Garten hast, wird ein Teich in der Regel immer deutlich kleiner sein als ein natürliches Gewässer. Dies ist der Grund dafür, dass Du Deinen Gartenteich regelmäßig reinigen musst. Wenn Du viel in der Natur unterwegs bist, dann weißt Du sicher, dass kleine Tümpel oder winzige stehende Bäche oftmals verschlammt und sehr schmutzig sind. Sie bieten Pflanzen und Wassertieren keinen Lebensraum und verbreiten oftmals sogar einen unangenehmen Geruch. Durch abgestorbene Pflanzenreste, verstorbene Tiere und Kot setzt sich unweigerlich Schlamm am Boden ab, der das Wasser mit der Zeit trüb macht und zusätzlich einen ungewollten Nährboden für schädliche Fadenalgen bietet. Dies würde auch mit Deinem Gartenteich passieren, wenn Du ihn nicht regelmäßig pflegst.

Größe des Gewässers für das biologische Gleichgewicht entscheidend

Wasser braucht eine gewisse Fläche, um als natürliches Biotop und als gesunder Lebensraum zu funktionieren. Was passiert, wenn Du Deinen kleinen Gartenteich unter einem Baum anlegst und im Herbst die Blätter nicht entfernst? Sie fallen ins Wasser und zersetzen sich dort. Die Menge ist so groß, dass der natürliche Lebensraum nicht funktionieren kann. Sie fallen auf den Grund, entwickeln Fäulnisgase und Fische sowie die meisten Pflanzen können nicht überleben. Steht der Baum hingegen an einem See oder einem Fluss, sind die Blätter, die im Herbst herabfallen, bezogen auf die Wassermenge so unscheinbar, dass sie mühelos zersetzt werden können. Von einem fließenden Gewässer werden sie abgetrieben und können sich gut verteilen. Einzelne Blätter auf dem Grund werden mit Algen besetzt und so zur Nahrung für einige Fische. In Deinem Garten funktioniert dieses natürliche biologische System mit einzelnen Blättern auch. Dennoch ist Dein Eingreifen erforderlich, wenn Dein Gartenteich zu einem echten Biotop werden soll.

Wichtige Grundlagen für die Planung des Reinigungszyklus

Bild trüber Gartenteich Je größer der Teich, desto seltener muss er gereinigt werden.

Hast Du Deinen Gartenteich frisch angelegt, solltest Du ihn zunächst etwa zwei Wochen in Ruhe lassen. Empfehlenswert ist eine Einrichtung im Frühjahr, denn so kann sich das Wasser mit der Sonne und der Luft erwägen. Dein Teich fährt sich schneller ein. Das Ruhen ist vor allem dann wichtig, wenn Du Deinen Gartenteich mit klarem Wasser aus der Leitung anlegst. Das Wasser ist von allen Rückständen befreit und bietet somit keinen Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Dieser Lebensraum entwickelt sich aber, je länger Du den Teich betreibst. Aus diesem Grund solltest Du niemals sofort die Fische einsetzen, sondern mindestens zwei Wochen warten. Anders verhält es sich, wenn Du die Möglichkeit hast, das Wasser aus einem See oder einem Brunnen zu speisen. Dann kann sich der Gartenteich schneller zu einem Biotop entwickeln.

Reinigungsaufwand ist von der Größe des Gartenteichs abhängig

Nach der Neuanlage kannst Du vier bis sechs Wochen warten, bis Du die erste Reinigung vornimmst. Grundsätzlich gilt, dass Du den Gartenteich öfter reinigen musst, je kleiner er ist. Blätter, der Kot der Fische und abgestorbene Pflanzenteile können das biologische Gleichgewicht in einem kleinen Teich schneller umkippen lassen. Es ist empfehlenswert, den Teich mindestens einmal in der Woche zu inspizieren. Wenn das Wasser klar ist, die Pflanzen gesund aussehen und keine Rückstände umherschwirren, ist kein Eingreifen notwendig. Wichtig ist, dass Du immer einen Kescher zur Hand hast, um Rückstände schnell herausfischen zu können. Dabei solltest Du die Fische nicht stören. Gib Ihnen vor der Reinigung etwas Futter, sodass sie abgelenkt sind.

Eine große Reinigung nimmst Du im Frühjahr und im Herbst vor. Wenn Du Dich regelmäßig um die Qualität Deines Teiches kümmerst, ist das vollkommen ausreichend. Ist Dein Teich sehr klein und stellst Du immer wieder eine starke Verschmutzung fest, solltest Du während der warmen Jahreszeit einmal monatlich eine größere Reinigung einplanen. Sehr groß Gartenteiche benötigen hingegen nur einen kleinen Aufwand. Es reicht aus, wenn Du die Randbereiche säuberst. Die tiefere Mitte kannst Du ohne Bedenken der Natur überlassen. Wichtig ist nur, dass Du eine größere Anzahl an Blättern auch bei einem großen Teich regelmäßig mit einem Kescher entfernst.

Reinigung des Gartenteiches - so gehst Du vor

Das Vorgehen ist abhängig davon, ob Du nur eine kleine Reinigung zwischendurch vornehmen möchtest oder ob Du die turnusmäßige große Reinigung planst. Für letzteres solltest Du Dir einen Vormittag Zeit nehmen. Die kleine Reinigung kannst Du an einem Abend durchführen, sie dauert nur wenige Minuten.

Regelmäßige Inspektion mit Entfernung kleiner Rückstände

Bild Koi Fischteich reinigen Du solltest regelmäßig überprüfen, ob alle Deine Fische und Pflanzen gesund sind.

Es ist empfehlenswert, wenn Du einen Tag in der Woche für eine kleine Inspektion Deines Gartenteichs einplanst. Für die kleine Reinigung solltest Du einen Kescher zur Hand haben.

  1. Überprüfe, ob alle Fische am Leben sind, ob sie fressen und munter im Teich umherschwimmen.
    Kranke Fische können gesunde Tiere anstecken. Im schlimmsten Falle verenden sie und die Kadaver können nicht abgebaut werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, wenn Du kranke Fische in einem Aquarium isolierst. In vielen Fällen ist eine Behandlung mit speziellem Futter möglich.
  2. Überprüfe die Pflanzen und entferne abgestorbene Reste.
    Die Reste können von dem Wasser nicht zersetzt werden und mit der Zeit zu einem Umkippen des biologischen Gleichgewichts führen.
  3. Entferne Schmutz und Blätter von der Wasseroberfläche.
    Sie könnten nach unten sinken. Da der Zersetzungsprozess sehr lange dauert, kann auch dadurch das biologische Gleichgewicht außer Takt geraten.
  4. Bei Bedarf Wasser auffüllen.
    Wenn es sehr trocken und warm ist, verdunstet das Wasser im Gartenteich. Der Lebensraum für Pflanzen und Tiere wird kleiner. Normalerweise füllt sich der Teich mit Regenwasser auf. Bleibt der Regen aus, solltest Du den Teich manuell mit klarem Wasser füllen. Wenn eine große Wassermenge verdunstet ist, gibt ein wenig Wasseraufbereiter zu, um den natürlichen Lebensraum zu erhalten. Nicht bei jeder kleinen Reinigung fallen alle Arbeiten an. Du solltest jedoch alle Schritte bei der Begehung des Teichs überprüfen.

Weitere Arbeiten bei der großen Teichreinigung

Checkliste Gartenteich reinigen Die markt.de Checkliste zur Gartenteichreinigung. Einfach anklicken und runterladen.

Die große Teichreinigung solltest Du grundsätzlich im Frühjahr vornehmen. Ob im Herbst ein weiteres Eingreifen notwendig ist, hängt von der Größe und der Lage des Teichs, aber auch von dem Aufwand ab, den Du in die Pflege investiert hast. Grundsätzlich umfasst die große Pflege auch alle bereits beschriebenen regelmäßigen Maßnahmen. Zusätzlich solltest Du folgende Schritte ausführen:

  1. Säubere den Uferbereich des Teiches. Entferne abgestorbene Pflanzen, ersetze sie durch neue. Fülle Steine oder Sand auf.
  2. Sauge den Boden des Teiches mit einem speziellen Teichsauger ab, um Schlamm, gesunkene Blätter und abgestorbene Pflanzenreste zu entfernen.
    Der Teichsauger wird dabei außerhalb des garteneigenen Teiches aufgestellt und lässt Schläuche auf den Grund des Teiches laufen, die den Schlamm aufsaugen. Diese Schläuche können beliebig verlängert werden. Bei kleineren Geräten stellen Schläuche bis zu einer Länge von 20 Metern kein Problem dar. Der Gartenteich muss für diesen Vorgang zu einem Großteil entleert werden. Den Schlamm kannst Du gegebenenfalls als Dünger wiederverwenden.
  3. Schneide Deine Pflanzen zurück.
  4. Setze Deine Pläne für die Neugestaltung um.

Vor allem das Absaugen des Bodens ist anspruchsvoll. Du musst aufpassen, dass Du kleinere Fische nicht einsaugst und die Teichfolie nicht beschädigst. Andernfalls kann das Wasser im Boden versickern und Dein Teich wird sich allmählich leeren.

Zur Verhinderung eines Schockes durch die zu starke Veränderung des Wasserraumes muss eine kleine Pfütze des Teichwassers bei der Reinigung gelassen werden. Wird dann frisches Wasser aus der Leitung hinzugegeben, gewährleistet der kleine Teil des übrigen Wassers die Regeneration, die die alte Wasserzusammensetzung wiederherstellt. Es ist außerdem dringend zu empfehlen, mit einem Kescher und einem Oberflächenreiniger, dem sogenannten Skimmer, in kurzen Abständen gröberen Dreck aus dem Teich zu holen.

Berücksichtige Pflanzen und Tiere bei der Reinigung Deines Teiches

Bei jeder Reinigung, die Du in Deinem Teich vornimmst, störst Du die Tiere und Pflanzen in ihrem Lebensraum. Aus diesem Grund solltest Du besonders vorsichtig vorgehen. Das Ablenken der Fische mit Futter ist sehr wichtig, denn Stress kann für Fische im schlimmsten Falle tödlich sein. Während die Tiere fressen, kannst Du sie beobachten und feststellen, ob sie wirklich gesund und munter sind. Pflanzen reagieren nicht so empfindlich auf die Reinigung. Du solltest jedoch gerade bei jungen Pflanzen, die noch nicht so fest mit dem Boden verwachsen sind, darauf achten, dass sie sich durch den Reinigungsprozess nicht lösen. Sollten wirklich einige Pflanzen an der Oberfläche schwimmen, ist es wichtig, dass Du sie umgehend wieder einpflanzt.

Den Teichschmuck nicht vergessen

Accessoires empfehlen wir ebenso wie Steine und Kies mit einem Hochdruckreiniger zu säubern. Auch hier lagert sich Schmutz ab, der im besten Fall bei der jährlich erfolgenden Reinigung auch beachtet werden sollte. Bei nicht zu starker Verschmutzung reicht an dieser Stelle oftmals auch lediglich ein harter Wasserstrahl, der beispielsweise aus dem Gartenschlauch kommen kann.

Bei starker Verschmutzung neu anlegen

Bild gereinigter Gartenteich Unterwasseransicht Nicht nur das Wasser, sondern auch Verzierungen und die Steine sollten gereinigt werden.

Solltest Du eine sehr starke Verschmutzung Deines Gartenteichs feststellen, ist es ratsam, die Fische in ein Aquarium umzusiedeln und die Pflanzen zu entfernen. Dies gibt Dir die Möglichkeit, den Boden intensiv zu säubern. Anschließend lässt Du zwei Drittel des Wassers ab, füllst es neu auf und setzt die Pflanzen wieder ein. Wenn Du Wasseraufbereiter hinzugibst, kannst Du die Tiere gleich wiedereinsetzen. Andernfalls können sie auch einige Tage im Aquarium verbleiben.

Im Laufe eines Jahres vorsorgen

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, mit Teststreifen pH-Wert und andere etwas über die Wasserqualität aussagende Werte zu ermitteln und den Ergebnissen entsprechend zu handeln. Nachdem Du Deinen Gartenteich angelegt und als neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere gestaltet hast, solltest Du auf eine regelmäßige Reinigung achten. Dies ist sehr wichtig, um den Lebensraum möglichst natürlich zu gestalten. Blätter und Unrat, aber auch Algen und abgestorbene Pflanzenteile sollten entfernt werden. Die Menge des Wassers ist zu gering, sodass es sich selbst nicht regenerieren kann. Es ist empfehlenswert, wenn Du immer wieder einen Blick in Deinen Teich wirfst und nach Verunreinigungen Ausschau hältst. Dann ist der Aufwand nicht so hoch und Du stellst sicher, dass Dein Gartenteich immer ansprechend aussieht und dass sich die Pflanzen und Tiere in Deinem Biotop gut entwickeln können.

 

Wichtig ist, dass Du die Reinigung in Deine regelmäßigen Tätigkeiten im Garten einbeziehst. Nur zwei jährliche Reinigungen im Frühjahr und im Herbst reichen nicht aus. Wenn Du Rückstände regelmäßig entfernst, hast Du täglich Freude an Deinem Biotop, und die Pflanzen und Tiere können sich prächtig entwickeln. Beachte die regelmäßige Reinigung und Instandhaltung Deines Teiches und aller dazugehörigen Dinge und Dein eigener Gartenteich wird immer ein Quell der Ruhe und Erholung sein.


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