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Hamsterratgeber

Wie laut sind Hamster nachts?

Nachtaktiver Hamster auf Hamsterhaus Hamster verursachen zu späteren Stunden die unterschiedlichsten Geräusche.

Wenn es draußen bereits dunkel wird, kommen Hamster als nachtaktive Tiere erst aus ihrer Höhle um ihren Tag zu beginnen. Doch wie laut sind Hamster nachts wirklich und was kannst Du als Halter dafür tun, um von Deinem Tier nicht aus dem Schlaf gerissen zu werden?

Hamster quiekt nachts

Anzeichen für Angst

Wenn ein Hamster quiekt, ist das meist ein Zeichen von Angst. Wenn Du Deinen Hamster gerade erst neu angeschafft hast, ist es wichtig, ihm ausreichend Zeit zu lassen, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. In der ersten Woche kann es daher eine gute Idee sein, den Käfig mit einem Tuch abzudecken, damit der Hamster sich zunächst an seinen Käfig gewöhnen kann und nicht auch noch zusätzlich durch die Umgebung überfordert wird.

Die Sprache der Hamster

Hamster badet im Einstreu Hamster haben ihre ganz eigene Lautsprache.

Doch Quieken ist nicht das einzige, mit dem ein Hamster auf sich aufmerksam macht. In der Tat haben diese Tiere eine durchaus komplexe Lautsprache: Viele Hamster geben fiepende Geräusche von sich. Das ist in der Regel nicht weiter besorgniserregend, sondern einfach die Art Deines Hamsters, „Selbstgespräche“ zu führen. Besonders Mittelhamster und Zwerghamster brabbeln oft einfach so vor sich hin.

Ist ein Hamster aufgeregt, dann macht er manchmal Geräusche, die einem Niesen ähneln. Erschrickt sich Dein Hamster oder hat starke Schmerzen, so kreischt er laut. Auch ein fortwährendes Fiepen kann ein Anzeichen für Schmerzen sein.

Klappert Dein Hamster dagegen mit den Zähnen, dann droht er Dir wahrscheinlich. Auch Fauchen, Knurren oder Brummen sind Zeichen für Aggressivität. Lass Deinen Hamster in dem Fall am besten erst einmal in Ruhe. Es dauert oft einige Zeit, bis Dein neuer Hamster sich an Dich gewöhnt hat.

Falls Du mehrere Hamster in einem Käfig hältst, kann das auch ein Grund für einen hohen Lautstärkepegel sein. Hamster sind eigentlich Einzelgänger und leben lieber alleine. Besonders wenn Du Drohgebärden zwischen den Hamstern wahrnimmst, ist es höchste Zeit, diese voneinander zu trennen. Deine Hamster könnten sich ansonsten gegenseitig ernsthaft verletzen oder sogar töten, wenn sie in einen Kampf geraten. Hast Du also vor, mehr als einen Hamster zu halten, dann sollte jeder von ihnen seinen eigenen Käfig bekommen.

Optimaler Standort des Käfigs für ruhigen Schlaf

Sofern es Dir möglich ist, solltest Du den Hamsterkäfig fernab Deines Schlafzimmers aufstellen. Nur so kannst Du wirklich sichergehen, nachts nicht von Deinem Hamster geweckt zu werden. Der richtige Ort des Käfigs ist auch dafür wichtig, dass der Hamster sich wohlfühlt und gesund bleibt. Du solltest den Käfig so positionieren, dass er weder direkt an einer Heizung steht, noch Zugluft abbekommt. Auch direkte Sonneneinstrahlung solltest Du lieber vermeiden.

Dein Hamster möchte außerdem einen gewissen Überblick über das Zimmer haben, in dem er sich befindet. Stelle den Käfig daher lieber nicht direkt auf den Boden. So vermeidest Du auch, dass Kälte vom Boden in den Käfig zieht. Darüber hinaus fürchtet sich der Hamster bei einem höher stehenden Käfig nicht so sehr vor anderen Haustieren wie Hunden oder Katzen, wenn diese daran vorbeilaufen.

Manchmal hat man natürlich auch keine Wahl und muss den Käfig im Schlafzimmer unterbringen, zum Beispiel bei einer Einzimmerwohnung. In dem Fall ist es umso wichtiger, die anderen Tipps in diesem Artikel zu beachten.

Hamster knabbert nachts am Käfig

Hamster nagt am Käfig Stress oder Langeweile sind die häufigsten Gründe für das Knabbern am Käfig.

Knabbert Dein Hamster häufig am Gitter des Käfigs, ist das oft ein Anzeichen für Stress oder Langeweile. Du solltest auf jeden Fall sicherstellen, dass der Käfig groß genug ist und ausreichend Möglichkeiten zum Buddeln und andere Beschäftigungen für Deinen Hamster hat. Wichtig ist es auch, darauf zu achten, dem Hamster nicht nur weiches Futter zu geben, sondern auch solches, an dem er etwas zu knabbern hat.

Wenn Du die Ursache für dieses Verhalten Deines Hamsters nicht beseitigst, kann es leider auch chronisch werden. Dann wird der Hamster auch in einem größeren Käfig noch an den Stäben knabbern und Du kannst es ihm nur noch schwer abgewöhnen.

Falls Du Deinen Hamster nicht dazu bringen kannst, von alleine mit dem Knabbern aufzuhören, kannst Du die Gitterstäbe mit ungiftigen, aber für den Hamster unappetitlichen Dingen wie Zitronensaft oder Essig einreiben. Das solltest Du aber nur dann tun, wenn Du alle anderen Möglichkeiten bereits ausgeschlossen hast, die Deinen Hamster zum Knabbern bewegen könnten.

Generell ist es eine gute Idee, Dir vor der Anschaffung Deines Hamsters zu überlegen, ob Du statt eines Metallkäfigs nicht ein Holzgehege mit Sichtfenster oder sogar ein geeignetes Terrarium für Deinen Nager besorgen kannst. Damit schließt Du das lästige Knabbern am Gitter aus und es dringt generell auch etwas weniger Lärm nach außen.

Das Laufrad ist zu laut

Quietscht das Laufrad Deines Hamsters, dann kannst Du das mit ein paar Tropfen pflanzlichem Öl beheben. Allerdings kommt es auch stark auf das Laufrad selbst an, wie viel Geräusche es von sich gibt. Vor allem wenn Du den Hamster im Schlafzimmer halten musst, bietet es sich daher an, nicht am falschen Ende zu sparen und in ein Laufrad zu investieren. Es gibt spezielle Laufräder, die extra dafür konzipiert wurden, möglichst leise zu drehen.

Nicht vermeidbare Geräusche

Selbst wenn Du all diese Tipps beherzigt hast, lässt es sich dennoch nicht vermeiden, dass Hamster nachts ein paar Geräusche verursachen. Hamster buddeln oder scharren zum Beispiel in der Einstreu, weil das zu ihren natürlichen Verhaltensweisen gehört. In freier Wildbahn würden sie sich so ihre eigenen Höhlen bauen und in der Erde nach Insekten suchen. Damit sich Dein Hamster bei Dir wohlfühlt, solltest Du ihm diese Beschäftigungen also auch nicht nehmen.

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