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Lerntechnik: Tipps für Exzerpte

Grafik Exzerpte schreiben Wer gute Exzerpte verfassen kann, der hat in Sachen Lernen die Nase vorne. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Im Studium ist das Exzerpt von großer Bedeutung: Es fasst den Inhalt eines Textes in kompakter Form zusammen. Doch auch Schülern hilft es dabei, eine Quelle besser bearbeiten zu können. Vor allem im Geschichts- und Politikunterricht stehen längere Artikel auf der Tagesordnung. Wer schnell ein Exzerpt anfertigt, der behält den Überblick über alle Informationen und kann sie noch dazu leicht lernen. Alles was es über Exzerpte zu wissen gibt, erfährst Du in dem folgenden Ratgeber.

Was ist ein Exzerpt?

Eine Quelle enthält viele Aussagen. Einige sind wichtig, andere spielen keine Rolle. Es kommt darauf an, was in der Fragestellung verlangt wird. Im Studium musst Du längere Quellen bearbeiten. Wissenschaftliche Artikel können anstrengend sein und hier zahlt sich das Exzerpieren umso mehr aus. In einem Exzerpt sind nur die zentralen Thesen von Textauszügen aufgeführt.

Der Lehrer möchte beispielsweise wissen, wie sich die Demokratie entwickelt hat. Dafür erhältst Du eine Quelle mit acht Seiten. Nun fasst Du alle Argumente zur demokratischen Entwicklung zusammen. Idealerweise kannst Du auf die Originalquelle verzichten, da die relevanten Punkte im komprimierten Text stehen.
Tipp: In der Regel beinhalten Exzerpte wichtige Aussagen und Textstellen. Du kannst auch eigene Notizen in das Schriftstück einbauen. Kennzeichne persönliche Gedanken immer als solche. Sonst könnte es in ein paar Monaten zu Verwechslungen kommen.

Wann sollte man einen Text exzerpieren?

Für die Lernarbeit sind Exzerpte zu empfehlen. Das lohnt sich sogar bei kürzeren Texten: Das Gehirn arbeitet auf Hochtouren, da man nicht nur etwas auswendig lernt. Du musst die Quelle verstehen und sie mit wenigen Worten wiedergeben. Die aktive und intensive Textarbeit trägt enorm zum Verständnis bei.

Wissenschaftliche Quellen haben locker 30 bis 150 Seiten. Für die nächste Klausur ist das eindeutig zu viel und es werden bloß einige Punkte abgefragt. Du kannst keine 85 Seiten lesen, um Dir einen schnellen Überblick zu verschaffen. Zudem sind manche Artikel nicht dauerhaft verfügbar. Das Buch ist ausgeliehen und es dürfen keine Kopien angefertigt werden. Auch Filme oder Tonaufnahmen gelten als Quellen. Wie möchtest Du eine zweistündige Diskussion im Kopf behalten? Manchmal führt kein Weg an Exzerpten vorbei.

Wie werden Exzerpte geschrieben?

Bild gegliedertes Exzerpt schreiben Du solltest Deinen Exzerpten einen einheitlichen Kopf geben, damit Du nicht den Überblick verlierst.

Jetzt weißt Du, was ein Exzerpt ist und für was es gut ist. Doch wie setzt man dieses theoretische Wissen um? Wir erklären Dir, wie Dir ein perfektes Exzerpt gelingt. So wird man in 5 Schritten zum Exzerpt-Meister:

Relevanz prüfen

Im ersten Semester ist man voll motiviert. Einige Studenten versuchen daher alle Quellen sofort zu exzerpieren. Ein paar Wochen mag das klappen, aber nicht auf Dauer. Je komplexer die Quellen werden, desto mehr Zeit nimmt diese Aufgabe in Anspruch. Es macht keinen Sinn, alle Texte zu exzerpieren. Du musst die relevanten und zentralen Artikel einzeln herauspicken. Bitte verzichte auf Quellen, die nur am Rande der Vorlesung behandelt werden.

Aufbau der Quelle

Der Artikel hat den ersten Check bestanden. Nun wird die äußere Struktur unter die Lupe genommen. Hierfür solltest Du einen Blick in das Inhaltsverzeichnis werfen. Streiche alle unnötigen Kapital und setze den Fokus auf die wesentlichen Punkte. Markiere die relevanten Textpassagen für die folgende Bearbeitung.

Exzerptpapier erstellen

Um den Überblick zu wahren, solltest Du die Exzerpte einheitlich beschriften. Eine Kopfzeile mit der Angabe des Datums und zwei bis drei Sätzen zum Inhalt sind zu empfehlen. Gib an, wie die Quelle heißt und wo Du sie gefunden hast. Weitere mögliche Zeilen sind Inhalt, Seitenangabe, Schlagwörter und ein Kommentar.

Textarbeit durchführen

Nun wird jeder Absatz einzeln behandelt. Behalte die Fragestellung im Hinterkopf, um Dich nicht in Details zu verrennen. Notiere das Thema und den Inhalt des Absatzes in wenigen Sätzen. Überlege Dir eine Überschrift für die einzelnen Abschnitte. Wörtliche Zitate sind erlaubt, aber nur, wenn sie wichtig sind. Schreibe die Seitenzahl dazu und setze sie in Anführungszeichen. Viele Lehrer oder Dozenten fragen nach der Herkunft solcher Aussagen. Und dann kannst Du mit einer exakten Angabe glänzen.

Eigene Ideen und Gedanken

Bild Exzerpt schreiben am Laptop Ein Exzerpt kann handschriftlich oder am Computer geschrieben werden.

Prüfe alle Absätze und stelle Zusammenhänge her. Du darfst auch mit Pfeilen und sonstigen Zeichen arbeiten. Kleine Absätze kannst Du nochmals zusammenfassen. Eventuell bietet sich eine andere Reihenfolge der Kernaussagen an. Oftmals schleicht sich das gleiche Argument in doppelter Formulierung ein. Streiche alles, worauf man verzichten kann. Dafür kannst Du die Zusammenfassung um das persönliche Gedankengut ergänzen. Wenn Du möchtest, kannst Du mehrere Farben verwenden. Das verleiht dem Text eine übersichtliche Struktur.

Welche Vor- und Nachteile hat diese Lerntechnik?

Mit Exzerpten kannst Du Dich auf eine Prüfung vorbereiten. Sie lassen sich sogar spontan einsetzen - etwa im Unterricht, wenn der Lehrer eine zweiseitige Quelle mit Fragen austeilt. Diese Technik kann zum Büffeln eingesetzt werden: In Form von Karteikarten lässt sich der Lernstoff gut einprägen. Ein Karteikartensystem ist eine Papier- oder Plastikbox, bei der Du den Stoff regelmäßig abfragst. Formuliere jeweils eine Frage zu jeder Karte. Nutze eine Lernkartei, um zielgerichtet zu pauken. Beantwortest Du die Frage richtig, wandert das Kärtchen in der Kartei eine Stufe nach vorne.

Leider können sich Fehler in die Ausarbeitung einschleichen. Bleiben sie unbemerkt, verinnerlichst du den falschen Stoff. Eine Unachtsamkeit genügt und schon fehlt eine zentrale Kernaussage. Es gibt niemanden, der das Schriftstück genau überprüft. Du bist immer auf das eigene Können angewiesen. Deshalb musst Du beim Exzerpieren zu 100 Prozent konzentriert sein. Das ist der Grund, warum es besser ist, nur die wichtigen Quellen zu bearbeiten. So kann man einem Artikel seine volle Aufmerksamkeit schenken - ohne 12 andere Aufsätze im Kopf zu haben.

Mehr als eine Zusammenfassung

Eine Zusammenfassung stellt alle Kernaussagen zusammen. Sie bezieht sich auf die Perspektive des Autors. Was möchte er oder sie mit dem Aufsatz sagen? Anders verhält es sich bei Exzerpten. Hier geht es darum, die zentralen Punkte für die Fragestellung zu erarbeiten. Sie können sich von der Ansicht des Autors unterscheiden. Der Text soll die eigene Frage beantworten. Exzerpte können mit Stift und Papier oder am Computer erstellt werden. Die Darstellungsform bleibt Dir überlassen, sogar eine Mindmap ist möglich.

 

Du wirst merken, dass Du nach ein paar Probeläufen richtig schnell tolle Exzerpte anfertigen kannst. Das kann Dir beim Lernen viel Aufwand ersparen und Du kannst in der Schule oder im Studium punkten. Wichtig ist, dass Du immer eine bestimmte Fragestellung im Hinterkopf behältst, dann kann gar nichts mehr schiefgehen. Wir wünschen Dir viel Erfolg beim Schreiben von Exzerpten.


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