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Richtig zitieren - Diese Zitierregeln musst Du kennen

Grafik Schreibtisch mit Arbeiten Das richtige Zitieren ist ein Zeichen von korrekter, akademischer Arbeit.
(Einfach klicken zum Vergrößern).

Nicht erst seit der Affäre von Karl-Theodor zu Guttenberg ist korrektes Zitieren ein Fokus akademischer Arbeit. Das richtige Zitieren ist ein Zeichen von korrekter Arbeit und genau so wichtig wie die eigenständige Erarbeitung wissenschaftlicher Thesen. Das wirkt zunächst wenig intuitiv, da Du ja eigentlich in der Oberstufe und der Universität das eigenständige akademische Arbeiten lernen sollst. Doch Deine Arbeit basiert auf Jahrzehnten akademischer Arbeiten und gerade um Deine eigenen Gedanken von Deinen Quellen zu trennen, sind die korrekten Zitierregeln so essentiell. Hier erfährst Du, welche Zitierformen es gibt, wie Du sie richtig anwendest und was es alles zu beachten gilt.

Wie zitierst du richtig?

Ganz wichtig ist, dass nicht nur direkte Zitate korrekt angegeben werden müssen. Selbst wenn Du die Gedanken und Theorien paraphrasierst und so besser in den Lesefluss einbindest - was durchaus empfehlenswert ist -, muss ein Zitat angegeben werden. Alles Andere ist geistiger Diebstahl, selbst wenn Du es in Deiner eigenen Stimme formulierst. Sinngemäße Zitate und fremde Gedanken müssen von Dir auch gekennzeichnet werden oder Du bindest diese in den Fließtext ein. Beispielsweise erklärst Du etwas so, wie "Barthes es in seiner Theorie beschreibt (vgl. BARTHES, 1968)".

Die Zitierregeln im Überblick

Zitate übernimmst Du dabei wortgetreu und präzise, also gegebenenfalls auch Schreibfehler oder ältere Formulierungen. Auslassungen kennzeichnest Du dabei so: [...].
Persönliche Eingriffe von Dir selbst, zum Beispiel Hervorhebungen, werden durch kursive Schrift gekennzeichnet und mit einem Vermerk, dass Du das hervorgehoben hast. Das sieht dann so aus: kursives Wort [Hervorgehoben, Deine Initialen].
Wenn Du ein Wort, einen Buchstaben oder einen Satz zu dem Originaltext hinzufügst, musst Du dies so darstellen: [Wort].
Ein Fehler im Originaltext wird ebenfalls gesondert hervorgehoben: "Er fährt ein gruines [sic] Auto". Zitierst Du längere Textpassagen (länger als zwei Zeilen), so musst Du diese nicht nur regulär kennzeichnen, sondern längere Zitate müssen mindestens 1cm vom Seitenrand eingerückt werden.
Außerdem wählst Du hier eine kleinere Schriftart, in der Regel 10pt im Vergleich zu 12pt.
Um stilistische Klarheit zu gewährleisten, ist Dir ein Eingriff in den Originaltext vorgeschrieben, nämlich das Ersetzen von Anführungszeichen. Da Du durch die doppelten Anführungszeichen Beginn und Ende eines Zitats kennzeichnest, werden Zitate im Zitat durch ‚einfache' Anführungszeichen gekennzeichnet.

Neben der getreuen Übernahme des Zitates, darfst Du natürlich auch nicht komplett aus dem Kontext zitieren, um Dir Deine These zurecht zu zitieren. Übrigens ist das Zitieren nicht nur schick und wissenschaftlich notwendig, die Zitierweise fußt in Deutschland auch auf dem Urheberrecht. Dass Du Zitate nutzen darfst, ist durch das Urheberrecht geregelt. Schließlich kann Dein Text völlig neue Perspektiven auf Goethe eröffnen, wenn Du dazu die bestehenden Quellen heran führen darfst. Und das wollen wir ja schließlich alle.


Checkliste Zitierregeln als kostenloses PDF Eine Checkliste für die Zitierregeln, als kostenloses PDF zum Download. Einfach anklicken und runterladen.

Wir wollen eine kulturell offene und wissenschaftliche progressive Gesellschaft, in der Du bestehendes Kulturgut nutzen kannst, um die Welt voran zu treiben. Das gilt allerdings nur, wenn für Deinen Text auch ein Urheberrecht gilt, Dein Text also eigene Thesen und Gedanken wiedergibt und Du eindeutig der Autor bist.

Fußnoten oder Harvard-Belege - zwei akademische Zitierweisen

Stilistisch gibt es zwei Alternativen bei der Angabe von Zitaten: Die Markierung mit Fußnoten und der Harvard-Beleg, der in Klammern in den Fließtext eingebunden wird. Welche Zitierregeln Du benutzt, ist bei der Arbeit an der Uni aber keinesfalls Dir selbst überlassen. Vielmehr geben Institut oder Dozent die Zitierweise vor.<7p>

Das Zitieren mit Fußnoten hat den Vorteil, dass der Lesefluss hierdurch weniger gestört wird, als beim Harvard-Beleg, allerdings das Seitenlayout oft darunter leidet. Bei Fußnoten werden Zitate in hochgestellten Zahlen angegeben, die Zitate werden in doppelte Anführungszeichen gesetzt. Beim ersten Zitat schreibst Du das zitiere Werk und benutzt hierfür die vollständige Angabe, die Du auch im Literaturverzeichnis angibst. Im konkreten Beispiel eines Buches lautet die Zitierweise: NACHNAME, VORNAME JAHR: Kursiv geschriebener Titel. Ort der Publikation: Herausgeber. Zitierst Du ein- und dieselbe Quelle mehrfach, so reicht beim wiederholten Zitat die Kurzform AUTOR JAHR, Seite.

 

Das Zitieren im Harvard-Beleg ist zumindest für Bücher recht einfach. Du setzt das Zitat direkt im Fließtext in runde Klammern und schreibst in Großbuchstaben den Verfasser, das Erscheinungsjahr und die Seite:

(AUTOR 1900, 1)

Im Literaturverzeichnis am Ende Deiner Arbeit gibst Du dann die vollständige Quellenangabe in der längeren Fassung an. Beiden Zitaten gemein ist die Übernahme eines sinngemäßen Zitates, also eines umformulierten Gedankens durch die Bemerkung:
 
vgl. AUTOR JAHR, SEITE

Hierfür kannst Du auf das Harvard-System zurückgreifen, das Dir die korrekte Zitierweise für eine Vielzahl an Medien an die Hand gibt. Dazu zählen auch exotischere Grundlagen wie Blogs, soziale Netzwerke, Apps oder YouTube Videos. Die Zitierweise im Harvard-System sieht grundsätzlich wie folgt aus:
NACHNAME, VORNAME. Titel in Kursivschrift. Ort der Publikation: Verlag, Jahr

Beide Zitierweisen erfordern aber nicht nur das Zitat im Text, sondern zusätzlich einen bibliografischen Anhang, in dem Du jede verwendete Quelle noch einmal in Langform angibst. Viele Dozenten machen lediglich stilistische Vorgaben in Bezug auf Harvard-Belege oder Zitierweise durch Fußnoten und lassen Dir bei der Angabe von Verlag, Jahren oder der Zitierweise von Publikationen "freie Hand". Das bedeutet natürlich nicht, dass Du tun kannst, was Du willst. Vielmehr suchst Du Dir ein akademisches System und zitierst einheitlich.

Das Literatur- bzw. Quellenverzeichnis

Am Ende jedes wissenschaftlichen Textes folgt ein Literatur- oder Quellenverzeichnis. Quellenverzeichnis deswegen, weil Du ja eventuell nicht nur Literatur zu Rate ziehst, sondern auch online publizierte Journale, Filme oder Musikstücke. Im Quellenverzeichnis gibst Du jede Quelle in Langform an, das Quellenverzeichnis wird an Deine Arbeit angehängt. Hierbei sortierst Du alle Quellen alphabetisch nach dem Nachnamen des Autors (oder Urhebers); der besseren Übersichtlichkeit wegen trennst Du schriftliche und mediale Quellen voneinander. Also zunächst alle Bücher, Journale und Texte, dann Filme, dann Musikstücke, etc. Eine wichtige Sache, die Du Dir zur Merkregel für sämtliche Zitierregeln machen solltest, ist die Zeichensetzung. Quellenangaben sind Sätze und enden daher immer mit einem Punkt. Abschnitte werden durch Kommata getrennt. Hervorhebungen wie "In:" bei Publikationen stehen vor einem Doppelpunkt.

Falsch zitiert, was nun?

Bild Fingerabdrücke Täter Eine Urheberrechtsverletzung ist kein Kavaliersdelikt.
Du kannst deswegen unwiderruflich exmatrikuliert werden.

Die Angst vor dem falschen Zitieren ist durchaus nichts Ungewöhnliches, gerade in den ersten Semestern benötigst Du hierbei Hilfe. Dafür besitzen viele Universitäten Einführungskurse für akademisches Arbeiten, welche Du unbedingt besuchen und ernst nehmen solltest. Bist Du noch in der Schule, so sind die Lehrer meist verständnisvoller und Dir dankbar, wenn Du Zitate überhaupt kennzeichnest. Solange Du konsistent bleibst, sollten Deine Lehrer sich nicht beschweren.

Anders sieht dies beim vorsätzlichen Auslassen von Zitaten aus. Die Zitierregeln sind recht klar, was alles angegeben werden muss - unterlässt Du dies, so tarnst Du Deine Arbeit oder einen Teil Deiner Arbeit als Dein eigenes Gedankengut und das ist keineswegs ein Kavaliersdelikt. Hochschulen bewerten solche Fälle unterschiedlich und entlang ihrer eigenen Regularien, doch gültig ist eine Arbeit im Plagiatsfall nicht. Was genau Dir im Plagiatsfall droht, kannst Du Deiner eigenen Prüfungsordnung entnehmen, im schlimmsten Fall wirst Du aufgrund eines Täuschungsversuches exmatrikuliert. Ist dies der Fall, nimmt keine deutsche Universität Dich mehr im entsprechenden Studiengang auf.

Darum sei hier noch einmal gesagt, dass das kohärente Anordnen bestehender Theorien und Texte zu einem wissenschaftlich fundierten Text das Ziel einer wissenschaftlichen Hausarbeit ist. Und noch einen anderen Grund für die korrekte Anwendung von Zitierregeln gibt es: Es ist immer leichter, erwischt zu werden. Deine Dozenten können suspekte Textteile einfach bei Google eingeben, in vielen Fakultäten kommt Plagiatssoftware zum Einsatz, in der vergangene Arbeiten im Fachbereich gespeichert werden. Außerdem unterschreibst Du am Ende vieler Hausarbeiten und aller Abschlussarbeiten eine Erklärung, dass Du Deine Arbeit in allen Teilen außer den angegebenen Quellen selbstständig verfasst hast.


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