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Oldtimertreffen in Deutschland

Oldtimer Bild Oldtimer sollten dem damaligen Originalzustand entsprechen.

Auf viele üben sie eine besondere Faszination aus, weil sie lebendiges Zeugnis der Geschichte sind - Oldtimer. Mindestens 30 Jahre sollte ein Fahrzeug alt sein, wenn es als Oldtimer gilt. Die meisten Besitzer fühlen sich mit einem Wagen, der bereits mehrere Jahrzehnte zum Straßenbild gehört, auf besondere Weise verbunden. Bei einem Oldtimertreffen präsentieren die Besitzer ihre historischen Wagen und tauschen sich mit Gleichgesinnten über dieses besondere Hobby aus.


Was sind Oldtimer?

Im Alltag wird der Begriff Oldtimer generalisierend für ältere Autos genutzt. Aber welche Fahrzeuge rechtlich gesehen in Deutschland als Oldtimer gelten, regeln die StVO in §23 sowie die Fahrzeugzulassungsverordnung §2. Demnach müssen Oldtimer vor mindestens 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen sein und sollten weitgehend dem damaligen Originalzustand entsprechen. Weiterhin wird ein guter Erhaltungszustand gefordert, der dem Anspruch, Teil des Kulturguts zu sein, gerecht wird.



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Das Kennzeichen bei einem Oldtimer

Oldtimer Bild Das H-Kennzeichen wird für historische Fahrzeuge vergeben.

Oldtimer sind durch ihr Kennzeichen eindeutig als solche ausgewiesen - das kann ein H- oder ein 07-Kennzeichen sein. Das H-Kennzeichen wird für historische Fahrzeuge (H = historisch) vergeben. Diese Wagen genießen Vorteile; sie dürfen etwa uneingeschränkt in Umweltzonen einfahren und sind dann von der Abgasuntersuchung befreit, wenn sie als Benziner vor 1969 und als Dieselfahrzeug vor 1977 erstmalig zugelassen wurden. Häufig gewähren Versicherungen für Oldtimer günstigere Verträge, fordern aber im Gegenzug, dass das historische Fahrzeug nur Zweitwagen ist. Das 07-Kennzeichen ähnelt dem roten06-Kennzeichen für Fahrzeugüberführungen und gilt als Wechselkennzeichen. Dies bedeutet, dass hier mehrere Fahrzeuge eingetragen werden können. Die Steuer beträgt pro Jahr pauschal rund 190 Euro. Oldtimer mit 07-Kennzeichen fallen unter eine Ausnahmeregelung und sind daher vom regelmäßigen TÜV befreit. Die StVO regelt hierzu, dass mit diesen Fahrzeugen nur noch Prüfungsfahrten durch Kfz-Sachverständige, Probefahrten, Fahrten zur Wartung und Fahrten zu Oldtimertreffen gestattet sind. Zum Nachweis der Fahrten muss ein Fahrtenbuch geführt werden. Auch diese Fahrzeuge können in Umweltzonen einfahren.

Oldtimertreffen und Oldtimerclubs

Viele Besitzer eines historischen Fahrzeuges sind Mitglied in einem Oldtimerclub. Diese Interessengemeinschaften haben es sich zum Ziel gemacht, motorgetriebene Oldtimer jeglicher Art zu erhalten und zu pflegen. Sie möchten die Oldtimer und deren Technik interessierten Personengruppen als Teil des Kulturgutes näherbringen und pflegen auch den Kontakt zu anderen Vereinen. Die Clubs präsentieren ihre Fahrzeuge bei Ausfahrten und Ausstellungen. Der älteste Oldtimer-Club Deutschlands ist der Allgemeinen Schnauferl-Club (ASC). Dieser wurde im Jahr 1900 in Nürnberg gegründet und benannte sich nach dem bei früheren Viertaktmotoren klassischen Geräusch des Schnüffelventils.

Angebote bei Oldtimertreffen

Da Oldtimer meist nur zwischen Frühling und Herbst draußen unterwegs sind, finden die Oldtimertreffen oft von Mai bis Oktober statt. Die jeweiligen regional vertretenen Clubs organisieren die Treffen und bieten den Besitzern, die häufig viel Aufwand in Restaurierung und Ersatzteilbeschaffung investiert haben, die Möglichkeit, ihren Wagen vor Publikum vorzuführen. Dazu können auch Oldtimerralleys gehören, wie der AvD-Oldtimer-Grand-Prix. Hierbei geht es nicht um das Erreichen von Bestzeiten, sondern das Ablegen von Gleichmäßigkeitsprüfungen. Bei diesen Prüfungen werden die Fahrzeuge innerhalb bestimmter Sollzeiten auf den einzelnen Streckenabschnitten bewegt. Neben Fahrzeugausstellungen gibt es bei Oldtimertreffen auch zahlreiche andere Angebote. Fahrzeugbesitzer können etwa an Rundfahrten teilnehmen, Tauschbörsen besuchen, Lehrgänge und Stammtische nutzen sowie an Auktionen partizipieren. Bei vielen Oldtimertreffen gehört auch einen Teilemarkt zum Angebot. Hier erfolgt ein Handel mit den meist nur schwer erhältlichen Ersatzteilen für die historischen Fahrzeuge. Wer Raritäten für die Komplettierung seines Wagens sucht, kann bei diesen Teilemärkten nach den Ersatzteilen stöbern.

Oldtimertreffen und das 07-Kennzeichen

Das Kennzeichen für Oldtimer, die nicht mehr für den regulären Straßenverkehr, sondern nur für Probefahrten undAusstellungsfahrten genutzt werden dürfen (07-Kennzeichen), erlaubt die Teilnahme an Oldtimertreffen. D.h. wer seinen Oldtimer mit diesem roten Wechselkennzeichen angemeldet hat, agiert innerhalb der Zulassungsverordnung, wenn er an den Oldtimertreffen teilnimmt. Auch Wagen mit einem H-Kennzeichen sowie Youngtimer dürfen natürlich an den Veranstaltungen teilnehmen. Als Youngtimer gelten Fahrzeuge, die älter als 20 Jahre, aber jünger als 30 Jahre sind. Aktuell ist für diese kein gesondertes Kennzeichen mehr erhältlich. Im Rahmen früherer Übergangsregelungen konnten diese jedoch mit einem 07-Kennzeichen ausgestattet sein.

Ablauf eines Oldtimertreffens

Oldtimertreffen sind meist als ganztägige Veranstaltungen konzipiert. Teilnehmer melden sich bei der Eröffnung des Treffens an. Manchmal werden Besitzer historischer Fahrzeuge auch im Vorfeld der Veranstaltungen angeschrieben und um eine Teilnahme gebeten. Ebenso können sich die Halter für Ausfahrten und weitere Sonderveranstaltungen anmelden. Bei einigen Treffen werden Pokale vergeben, etwa für das älteste Fahrzeug oder die weiteste Anreise. Die Beteiligten erhalten Teilnahmeurkunden und können sich mit Gleichgesinnten austauschen.

Orientierungsfahrten mit dem Oldtimer

Oldtimer Bild Bei Orientierungsfahrten müssen Aufgaben im Team absolviert werden.

Bei den Orientierungsfahrten mit historischen Fahrzeugen steht das Team aus Fahrer und Beifahrer im Vordergrund. Die Strecken sind in einem Bordbuch dokumentiert und mit dem Wagen müssen bestimmte Aufgaben in festgelegten Zeiten absolviert werden. Nach dem Abschluss der Fahrt wird das Bordbuch ausgewertet. Die durchschnittlichen Geschwindigkeiten sind mit 25 bis 35 km/h eher gering und die Aufgaben fallen in den Bereich Denksport, Koordination, Orientierung und Konzentration.

Ablauf einer Orientierungsfahrt

Etwa zwei Stunden vor dem Start des ersten Fahrzeuges wird das Nennbüro eröffnet, bei dem sich die Teilnehmer anmelden können. Hierbei wird auch geprüft, ob Fahrzeugpapiere und Fahrerlaubnis vorhanden sind. Zudem wird geprüft, ob der Oldtimer versichert ist, daher sollte eine Kopie des Versicherungsscheines mitgeführt werden. Danach erhalten die angemeldeten Teilnehmer den Fahrerbrief, ihr Bordbuch und eine Übersichtskarte, in welcher der Streckenverlauf und das Ziel eingezeichnet sind. Nach der Papierabnahme erfolgt eine technische Abnahme des Fahrzeuges. Hierbei prüft ein Sachverständiger wesentliche Einrichtungen am Wagen, das Profil der Reifen, die Lichtanlage und nimmt eine Sichtprüfung des Fahrzeuges gemäß den Angaben im Fahrzeugschein vor. Wenige Minuten vor dem Start werden den Fahrern oder Beifahrern bei der Fahrerbesprechung weitere Hinweise zur Fahrt gegeben. Missverständliche Angaben im Fahrerbrief können hierbei geklärt werden. Die Fahrzeuge starten wie vorher festgelegt, wobei die Startzeit in die Bordkarte eingetragen wird. Am Ziel wird diese dann wieder abgegeben und alle Eintragungen werden geprüft.


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Bildquellen:
Bild 1: © benscherjon / pixabay.com
Bild 2: © markusspiske / pixabay.com
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Bild 4: © pergo70 / Fotolia.com

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