az Logo
Landkreis Uelzen
0 km

Zur Ratgeberübersicht: Job & Karriere

Aufschieberitis - das Problem wirksam bekämpfen

Grafik Aufschieberitis Wenn Du wichtige Aufgaben immer weiter aufschiebst, leidest Du vielleicht auch unter Aufschieberitis. (Einfach klicken zum Vergrößern).

Jeder kennt es wahrscheinlich: Eine Aufgabe muss unbedingt erledigt oder eine Arbeit eingereicht werden, doch andere Dinge scheinen plötzlich viel wichtiger zu sein. Die dringende Aufgabe wird immer weiter aufgeschoben. Dies wird als Aufschieberitis bezeichnet und kann zu einem echten Problem werden, wenn wichtige Dinge nicht zeitgerecht erledigt werden. Es kann zu Schwierigkeiten im Job, dem Studium oder im Alltag führen und Streit mit Freunden oder der Familie ist auch nicht unwahrscheinlich. Doch dagegen kannst Du etwas tun. Im folgenden Ratgeber erhältst Du gute Tipps, wie Du eine Aufschieberits erkennst, was die Ursachen und Folgen sind und wie Du dagegen vorgehen kannst.

Was bedeutet Aufschieberits?

Darunter wird das regelmäßige, oftmals kontraproduktive Aufschieben von Arbeiten verstanden, die unbedingt erledigt werden müssten. Dabei ist das chronische Aufschiebeverhalten eine schwerwiegende Arbeitsstörung und eine Störung der Selbststeuerung. Es hat nichts mit einer Faulheit oder Willensschwäche zu tun. Meist leiden die Betroffenen erheblich unter dem Aufschieben und den Folgen, die daraus oftmals resultieren. Im schlimmsten Fall kann es beispielsweise zur vermasselten Prüfung, dem Abbruch der Ausbildung oder des Studiums kommen. Ihnen sind die negativen Auswirkungen bewusst, allerdings sind sie nicht in der Lage, etwas an diesem Problem zu ändern. Es ist wie eine Art Blockade. Die Betroffenen landen oftmals in einem Teufelskreis aus Druck, Selbstzweifeln und Versagensängsten.

Ursachen und Folgen der Aufschieberitis

Für das Aufschiebeverhalten gibt es verschiedene Ursachen. Dazu gehören unter anderem:

  • Falsches Zeitmanagement
  • Unrealistische Planung der Ziele bzw. der Umsetzung der Aufgaben
  • Uehlerhafte Prioritätensetzung
  • Mangelhafte Organisation der Aufgaben
  • Schlechte Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit

Manchmal ist das Problem aber auch tiefer liegend. Perfektionismusist beispielsweise ein häufiger Grund, dass eine wichtige Aufgabe, aus Angst zu scheitern oder übersteigenden Selbstansprüchen, nicht erfüllt wird. In manchen Fällen ist das Aufschiebeverhalten auch eine Begleiterscheinung einer psychischen Erkrankung, beispielsweise einer Depression oder einer Angststörung. Die Ursachen können bis in die frühe Kindheit zurückreichen. Wer zum Beispiel als Kind von den Eltern ständig zu mehr Leistung angetrieben wurde, rebelliert nun durch das Aufschieben oftmals dagegen. Hier muss die eigentliche Ursache erkannt und mit professioneller Hilfe behandelt werden.

Zudem ist es auch eine Frage des Charakters, denn empfindliche und leicht erregbare Menschen sind besonders anfällig. Die Angst vor Kritik oder einem Versagen spielt oftmals eine wichtige Rolle. Die Folgen sind vielfältig. Im äußersten Fall kann es beispielsweise zum Abbruch der Ausbildung beziehungsweise des Studiums oder einer vermasselten Prüfung kommen. Psychische Störungen können nicht nur die Aufschieberitis begünstigen, sondern auch umgekehrt kann aus dem Verhalten eine psychische Störung resultieren.

Wie erkenne ich das Problem an mir selber?

Bild Frau an organisiertem Arbeitsplatz Ein ordentlicher und organisierter Arbeitsplatz, sorgt für Übersicht und verhindert Ablenkungen.

Hierbei spielt die Selbstbeobachtung eine wichtige Rolle. Auch standardisierte Fragebögen sind hilfreich. Gängige Fragen sind zum Beispiel: Wie oft werden wichtige Dinge auf den letzten Moment hinausgezögert? Führt die anstehende Erledigung schon im Vorfeld zu einem Unwohlsein? Werden andere weniger wichtige Aufgaben vorgezogen? Um das Problem anzugehen, ist es grundsätzlich wichtig, zunächst einmal den individuellen Grund zu ermitteln, um im Anschluss daran arbeiten zu können. Häufig verstärken sich verschiedene Faktoren gegenseitig. Wie kannst Du dagegen vorgehen bzw. daran arbeiten?

Aufgaben gezielt angehen

Wenn Du eine Aufgabe beginnst, lege sie nicht wieder zur Seite, auch nicht, wenn Du gerade lieber andere Dinge tun würdest. Damit unterbrichst Du den Impuls, Dinge aufzuschieben. Wenn Du dies auch weiterhin so handhabst, wird es bald zur Normalität.

Positive Gedanken

Hinderliche Überzeugungen oder Gedanken und falsche oder blockierende Denkansätze legst Du auf diese Weise ab. Gedanken wie "Ich schaffe das sowieso nicht" sind völlig fehl am Platz. Positive Gedanken hingegen können einen sehr großen Beitrag dazu leisten, nichts mehr aufzuschieben.

Ordnung am Arbeitsplatz

Auch wichtig ist es, Ordnung zu schaffen und den Arbeitsplatz aufzuräumen. Damit sorgst Du für Übersicht und vermeidest Ablenkung. Zudem solltest Du Störfaktoren entfernen, beispielsweise das Handy und Internet ausschalten und die Musik abstellen, insofern Dich dieses ablenkt. Solltest Du zu den Menschen gehören, für die Musik förderlich ist und zu höherer Produktivität führt, ist diese natürlich absolut in Ordnung. Jeder Mensch muss das individuell für sich entscheiden und abwägen.

Gutes Zeitmanagement

Oftmals können einfache Tipps dabei helfen, sich selber besser zu strukturieren und eine Aufschieberitis somit zu vermeiden. Ein gutes Zeitmanagement ist dabei sehr wichtig. Zudem solltest Du die Prioritäten richtig setzen und zuerst erledigen, was wirklich wichtig ist.

Realistische Ziele

Nimm Dir pro Tag nicht zu viel vor, sondern stecke Dir realistische Ziele, denn sonst stehst Du Dir selbst im Weg. Wenn unrealistische Pläne überhaupt nicht eingehalten werden können, führt dies häufig dazu, dass vor lauter Überforderung gar nicht erst angefangen wird.

Belohnungen

Bild Terminplan anlegen Mit einem Zeit- und Terminplan kannst Du Struktur in alle Deine Aufgaben bringen und Prioritäten setzen.

Auch Belohnungen für erreichte Zwischenziele sind eine gute Möglichkeit, um gegen das Aufschiebeverhalten anzukämpfen. Mit der Zeit prägt sich das schöne Gefühl, das auf das Erledigen der Aufgaben folgt, so sehr ein, dass es das Verhalten beeinflusst.

Erfolge feiern

Erfreue Dich an Erfolgen, denn sie sind der Grund, wofür Du so hart arbeitest. Fange nicht direkt das nächste Projekt an, sondern nimm Dir die Zeit für eine kleine Verschnaufpause. Genieße das gute Gefühl, wenn Du eine Aufgabe zufriedenstellend erledigt hast, in vollen Zügen. Kleine Erholungspausen sind wichtig, vor allem nach stressigeren Aufgaben. Dehne die Erholungsphasen allerdings nicht soweit aus, dass es Dir schwer fällt Dich wieder aufzurappeln. Mach Dir am besten immer wieder Deine Ziele bewusst, denn dann fällt es Dir leichter, die nächsten Aufgaben anzugehen und zu vollenden.

Fazit

Die Aufschieberitis ist eine Störung der Selbststeuerung und sollte als solche auch ernst genommen werden. Ein Anlass zur Behandlung besteht dann, wenn das Aufschieben zur Beeinträchtigung des Betroffenen führt und die Folgen gravierend sind. Der Kampf dagegen ist oftmals ein langer Prozess. Mit den genannten Tipps kann das Aufschiebeverhalten jedoch verringert oder sogar gänzlich abgelegt werden. Eine Vorbeugung ist, sich wichtigen und dringenden Aufgaben bewusst zu sein, den Tages- und Wochenablauf dementsprechend zu strukturieren und die Dinge gezielt anzugehen. Ein optimales Verhältnis aus Arbeiten, Pausen und Freizeit und damit eine ausgeglichene Work-Life-Balance hilft vor einer Überforderung, Versagensängsten und dem Aufschiebeverhalten.



Aufschieberitis bekämpfen


  Twittern

Verwandte Ratgeber

Kleinanzeigen für Bürostühle

Bürodrehstuhl zu verkaufen in 29525
Bürodrehstuhl zu verkaufen

Bürodrehstuhl mit Armlehnen in anthrazit zu verkaufen. Keine Schrammen oder Gebrauchsspuren vorhanden. Der Bürodrehstuhl ist super bequem und eignet sich gut für das Home-Office oder ähnliche...

110€ VB

29525 Uelzen

08.05.2022

Mehr Kleinanzeigen für Bürostühle

 

Bildquellen:
Bild 1: © markt.de
Bild 2: © Pixabay.com / helpsg
Bild 3: © Pixabay.com / Pexels