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Ratgeberübersicht zu Lampen und Licht

Energiesparlampen oder LED?

LED- und Energiesparlampen Bei Leuchtmitteln hat man oft die Qual der Wahl - welche Lampe passt, muss genau abgewägt werden. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Für Menschen, die der Umwelt etwas Gutes tun wollen, stehen derzeit viele Optionen zur Wahl: Neben sparsamen Elektrogeräten hat man heute auch die Wahl zwischen unterschiedlichen Leuchtmitteln, die versprechen, sparsam mit dem Strom umzugehen. Besondere Verbreitung finden derzeit neben den Halogenleuchten die Energiesparlampen und LED-Leuchtmittel. Denn sie bieten zahlreiche Möglichkeiten der Anwendung und weisen zudem entscheidende Vorteile auf, die den Verbraucher die Glühbirne nicht vermissen lassen. Doch was ist die beste Wahl, welches Leuchtmittel besticht durch seine Vorteile bei möglichst wenigen Nachteilen?

Klobige Energiesparlampen - schmale LEDs oder wer bietet tolles Design fürs Geld?

Gerade die Energiesparlampe hatte in den ersten Jahren ihrer Entwicklung sowie nach dem Ende der Glühlampe mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Klobig seien sie und würden so gar nicht in klassische Lampen hineinpassen. Diesen Makel haben die Energiesparlampen längst überwunden. Heute sind sie in vielen Formen erhältlich, die an den geliebten Klassiker - die Glühbirne erinnern. Auch die LED-Leuchten müssen sich, was das Design betrifft, nicht verstecken. Natürlich gibt es die LEDs auch heute noch als klassische Diode, die sich vielfältig nutzen und unzählige Gestaltungsmöglichkeiten offen lässt, aber auch die klassische Glühlampenform wird heute angeboten. Für beide Lampenarten gilt aber: sie sind in den für Glühbirnen gängigen Sockeln verfügbar und können so leicht eine defekte Glühbirne ersetzen. Beim Kauf muss lediglich auf den richtigen Schraubsockel geachtet werden. Geläufig sind dabei E27 und der etwas schmalere E14 - beide mit Glühbirnenfassungen kompatibel. Auch ungewöhnlichere Leuchtmittel wie kerzen- oder tropfenförmige Lampen sind bereits als LED- oder Energiesparlampe erhältlich.

Die Eigenschaften von LED Lampen

Der Begriff LED steht als Abkürzung für Leuchtdiode, beziehungsweise den im Englischen verwendeten Begriff light emitting diode. Die Leuchtdioden der Lampen leiten und bündeln die elektrische Energie in eine Durchlassrichtung, also die in die der Strom fließt und erzeugen dadurch Licht. Sie haben für gewöhnlich einen Durchmesser von fünf Millimetern. LED Lampen sind keine Temperaturstrahler und lassen sich deshalb auch in geschlossenen Bereichen wie Schränken einsetzen, da von den Leuchtdioden keine Brandgefahr ausgeht. Das heißt auch, dass die erzeugte Energie, im Gegensatz zur Glühbirne, sehr viel effektiver in Licht umgewandelt wird und kein hoher Energieverlust durch Wärmeabgabe auftritt. Natürlich können auch LEDs warm oder heiß werden, doch viele Modelle sind mit einer kühlenden Ummantelung versehen. Unterschieden wird zwischen verschiedenen Typen von LED Lampen, ausgehend von der individuellen Verarbeitung. LED Lampen funktionieren nach einem bestimmten physikalischen Prinzip. Das Licht wird mittels eines Kristalles gewonnen. Dieser besteht aus zwei entgegengesetzt geladenen Schichten. Bildlich kann man sich dies wie einen Plus- und einen Minuspol vorstellen. Zwischen diesen befindet sich eine Übergangsschicht. Fließt Strom, geraten die enthaltenen Elektronen in dieser sogenannten Sperrschicht in Bewegung. Dadurch geben die Elektronen Energie ab und erzeugen Licht. Man spricht dabei von der sogenannten Halbleitertechnologie.

Da krieg ich Kopfschmerzen oder wer liefert angenehmes Licht?

Energiesparlampe Die Kompaktleuchtstofflampe (= Energiesparlampe) hat meist die Optik einer spiralförmigen Röhre.

Ein weiterer Makel, der den Energiesparlampen in ihren Anfangsjahren anhaftete: Sie lieferten nur kaltweißes Licht. Außerdem sorgten die Leuchtmittel durch das stetige Flimmern bei etlichen Menschen für Unbehagen, begleitet von körperlichen Symptomen wie beispielsweise Kopfschmerzen. Hier konnte die Energiesparlampe in den letzten Jahren an Boden gut machen. Angenehmere Lichtfarben sowie flimmerfreie Technik sorgen für Wohlbefinden. Moderne Leuchtmittel lassen sich auch dimmen. Das alles kann die LED schon von jeher. Angenehmes Licht und problemlose Dimmbarkeit sind ihr Markenzeichen -und das in verschiedenen Farben. Die Lichtfarbe einer Lampe wird in der Maßeinheit Kelvin (K) angegeben. Eine normale Glühbirne erreicht z.B. 2.900 Kelvin. Je nach gewünschter Lichtfarbe kann eine Energiespar- oder LED-Lampe von extra warmweiß (2.500 K) bis tageslicht-weiß (6.500 K) gekauft werden.

Vorteile der LED Beleuchtung

Inzwischen gibt es auch mehr als nur eine Energiesparlampe, die etliche tausend Schaltzyklen aushält und daher als besonders schaltfest gilt. Dennoch sind gerade preiswerte Produkte nicht sonderlich schaltfest und eher für den Dauerbetrieb als häufiges Schalten geeignet. LED-Leuchtmittel sind von Natur aus schaltfester, allerdings altert die Elektronik in den Lampen durch häufiges Schalten stärker als die LEDs. Um dieser Alterung vorzubeugen, wird in manchen LEDs schon ein Strombegrenzer verbaut. Diese Form der Lebensverlängerung ist aber durch eine Verzögerung beim Einschalten erkauft. Etwas, das schon zu Anfangszeiten der Energiesparlampen sehr unbeliebt war. Hier hat die Weiterentwicklung Technik dafür gesorgt, dass die Einschaltverzögerung der Energiesparlampen bei hochwertigen Modellen kaum noch bemerkt wird. Allgemein besitzen LED-Lampen eine deutlich höhere Lebensdauer als Energiesparlampen. Auch die Helligkeit bleibt bei ihnen noch am besten erhalten. Energiesparlampen verlieren etwas schneller an Helligkeit, bei normalen Glühbirnen geht sie am schnellsten verloren. LED Beleuchtungen halten bis zu 50.000 Betriebsstunden und sparen über einen längeren Zeitraum eine ansehnliche Menge an Strom. Außerdem enthalten die Lampen keine Schadstoffe wie beispielsweise Quecksilber. Bei Energiesparlampen ist dieser Schadstoff enthalten und kann beim Zerbrechen der Lampe austreten und in der Luft verdampfen. Außerdem gibt es bei diesen die sogenannte Einschaltverzögerung und die Lichtquelle kann nicht sofort voll effektiv genutzt werden.

Nachteile der LED Beleuchtung

Nachteile bei LED Lampen treten meist bei der Verwendung als Fahrzeugscheinwerfer auf. Obwohl der hohe Anschaffungspreis sich im Hinblick auf die Langlebigkeit rentiert, kann ein auftretender Defekt teuer werden. Einzelne LEDs sind nicht einfach austauschbar, vor allem nicht, wenn sie in den Hauptscheinwerfer integriert sind. Kommt es zu Ausfällen der Leuchtdioden, wird eine teure Reparatur notwendig. Sie sind so in die Bauelemente eingearbeitet, dass meist der komplette Scheinwerfer ausgetauscht werden muss. Die Kosten bei Bremslichtern sind dabei noch relativ überschaubar. Tritt ein massiver Defekt jedoch zum Beispiel am Frontscheinwerfer auf, fallen mehrere hundert bis über tausend Euro an Kosten an.

Und wohin mit kaputten Leuchtmitteln oder wie umweltfreundlich sind Energiesparlampe und LED wirklich?

LED Lampe LED-Lampen haben die Optik einer handeslüblichen Glühbirne, das Glas ist lediglich milchiger.

Sind die sparsamen Leuchtmittel kaputt, dann beweise, wie umweltfreundlich Du wirklich bist. Viele Energiesparlampen enthalten das umwelt- und gesundsheitsschädliche Schwermetall Quecksilber. Damit gehören diese Leuchtmittel auf keinen Fall in den Hausmüll oder gar den Glascontainer, sie sind Sondermüll und können entweder beim Händler zurückgegeben werden oder aber bei der entsprechenden Sammelstelle für Sondermüll, die in jedem Landkreis oder kreisfreien Gemeinden existiert. Geht eine Energiesparlampe zu Bruch, besteht in der Regel keine Gefahr für den Verbraucher. Energiesparlampen mit Splitterschutz können trotzdem Verletzungen verhindern. LEDs enthalten zwar keine gesundheitsschädlichen Bestandteile, dafür sind sie aber ein Wunderwerk an Elektronik und sollten daher wie Elektromüll entsorgt werden - sie gehören also ebenfalls nicht in den Hausmüll.

In Sachen Entsorgung kann demnach die LED-Lampe punkten. Umweltfreundlicher in der Herstellung sind dagegen Energiesparlampen. Für die Produktion von LED-Lampen werden nicht nur viele seltene Materialien benötigt, der Materialaufwand ist auch insgesamt viel größer. Durch längere Haltbarkeit kann die LED-Lampe diesen Nachteil aber kompensieren.

Eine Frage des Geldes oder was kosten die modernen Energiesparwunder?

Sowohl die in die Jahre gekommenen Energiesparlampen als auch die noch jungen LED-Lampen werden heute in unterschiedlichen Preisklassen angeboten. Nicht immer steht ein höherer Preis jedoch auch für höhere Qualität. Grundsätzlich ist eine Energiesparlampe derzeit günstiger als der Nachfolger LED. Dies ist natürlich immer abhängig vom Hersteller. Außerdem werden Energiesparlampen derzeit in vielen Geschäften zum Kauf angeboten - davon sind LED-Lampen weit entfernt. Preise im zweistelligen Bereich sind für die LEDs durchaus üblich, während Energiesparlampen schon für unter 10 Euro angeboten werden.

In Hinblick auf die Dauer der Nutzung, können sich die Kosten für eine LED-Lampe allerdings relativieren. Sie verbrauchen nämlich wesentlich weniger Strom als Energiesparlampen. Je länger eine LED also brennt, desto mehr lohnt sie sich auch. Das soll jedoch nicht heißen, dass die Energiesparlampe viel Strom verbraucht, gerade wo ihr Name doch das Gegenteil behauptet. Beide Lampen benötigen wenig Energie. Um eine 25 Watt Glühbirne zu ersetzen, würde eine Energiesparlampe mit 7 Watt oder eine LED-Lampe mit 4 Watt genügen. Deshalb darf man Energiesparlampen und LED-Lampen nicht anhand ihrer Wattwerte vergleichen, sondern muss einen Blick auf die Lumenwerte werfen. Lumen (lm) ist die Einheit des Lichtstroms und beschreibt die Helligkeit. Als Faustregel gilt, dass der Wattwert mal zehn den Lumenwert ergibt, d.h. 40 Watt entsprechen 350 - 400 Lumen.

Der richtige Einsatzort

Entscheidend für die Wahl der Lampe ist deren Einsatzort. Soll sie an einem Ort leuchten, wo sie schnell zu Bruch gehen kann, dann empfiehlt sich eher eine splittergeschützte Energiesparlampe. Beispielsweise in einem Kinderzimmer würde sich eine teure LED Lampe kaum lohnen. Energiesparlampen sind selten dimmbar. Wer das Licht dimmen möchte, muss deshalb auf eine handelsübliche Glühbirne zurückgreifen, oder bei der Wahl der LED-Lampe genau hinsehen. Auch nicht jede LED ist dimmbar oder für alle Dimmschalter geeignet. Teilweise ist dafür schon eine Dimmfunktion integriert. In Punkto Schaltfestigkeit liegt die LED-Lampe vorne. Sie ist deshalb gut für Räume geeignet, in denen der Lichtschalter häufig betätigt wird, z.B. im WC. Auch für Außenbeleuchtung eignet sie sich besser als eine Energiesparlampe. LED-Lampen sind wesentlich temperaturunempfindlicher. Außerdem ist eine LED-Lampe sofort nach Betätigung des Lichtschalters hell - deshalb eignet sie sich besser für Räume wie z.B. Treppenhäuser, die schnell ausgeleuchtet sein sollten. Alternativ muss nach einer schnell startenden Energiesparlampe gesucht werden.

Küche Die Art der Lampe, ihre Helligkeit und Lichtfarbe hängt ganz vom Raum und seiner Atmosphäre ab.

Warmweißes Licht

Die Wahl der Lampe ist auch abhängig von der gewünschten Atmosphäre oder Funktion des Raumes. Warmweißes Licht (2.500 - 3.000 K) eignet sich natürlich für alle Räume in denen Komfort und Gemütlichkeit an erster Stelle stehen, primär im Wohn- und Schlafbereich. Hier bietet sich eine Helligkeit von 800 bis 1.140 lm an. Kaltweiße LED Lampen können in diesem Bereich jedoch zum Beispiel als Leselampen eingesetzt werden.

Kaltweißes Licht

Kaltweißes Licht wird in erster Linie in Küchen, Bädern und Arbeitsbereichen verwendet. Denn das „reinere“ Licht unterstützt Arbeitsprozesse wie Lebensmittelverarbeitung oder Büroarbeit. Der Arbeitsbereich wird somit bestmöglich ausgeleuchtet, bei Autoscheinwerfern ist für eine verbesserte Sicht im Straßenverkehr gesorgt. Die Notwendigkeit der Konzentration wird erleichtert. In der Küche, im Treppenhaus und im Badezimmer sollte eine weniger helle Lampe (600 - 700 lm) verbaut werden. Der Arbeitsplatz sollte mit einer tageslicht-weißen Lampe (6.000 - 6.500 K) ausgeleuchtet sein, die genügend Helligkeit (1.000 - 1.140 lm) bietet. Am Schreibtisch oder bei der Beleuchtung von Gemälden ist die Energiesparlampe eher nachteilig. Die Farbwiedergabe ist bei diesen Exemplaren nämlich häufig problematisch. Dies betrifft vor allem Rottöne - LED-Lampen schneiden dort besser ab. Ein Blick auf die Kennzeichnung kann hier hilfreich sein. Für eine gute Farbwiedergabe sollte die Lampe einen Ra-Wert von 90 besitzen.

Fazit

Die LED-Lampen scheinen aktuell die Probleme zu lösen, mit denen die Energiesparlampen von jeher zu kämpfen hatten. Design und vielfältigere Einsatzmöglichkeiten machen es einfach, die LEDs in Wohn- und Arbeitsbereiche zu integrieren. In allen Verwendungsbereichen rentieren sich LED Lampen im Hinblick auf den Stromverbrauch. Die Funktionsweise der Leuchtdioden lässt einen energieeffizienten Einsatz zu und erfüllen den Zweck der Lichtgebung bestmöglich. Ist die LED einmal kaputt, ist die Entsorgung einfacher als die einer Energiesparlampe. In punkto Schaltzyklen hat die LED einen kleinen Vorsprung, ebenso beim Vergleich der Lebensdauer und der Helligkeit. Lediglich bei den Anschaffungskosten hat die Energiesparlampe die Nase vorn, ebenso in der Verfügbarkeit. Welche Lampe die richtige ist, hängt vor allem von ihrem Einsatzort ab. Je nach Raum kann die eine Lampe sinnvoller sein als die andere. Bei größerer Nachfrage nach LED-Lampen ist aber zu erwarten, dass auch deren Angebote und Preis fallen wird.

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