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Gehaltsvergleich - Übersicht

Was verdient ein Zahntechniker?

Grafik Zahntechniker Zahntechniker fertigen beispielsweise Zahnersatz an.

Zahntechnikerinnen und Zahntechniker haben meist keinen oder nur wenig Patientenkontakt. Sie fertigen im Labor Zahnersatz, Füllungen und kieferorthopädische Apparaturen. In der Bundesrepublik verdienen sie im Durchschnitt 2264 Euro brutto im Monat, wobei die Unterschiede zwischen Frauen und Männern sowie zwischen Ost- und Westdeutschland groß sind. Frauen verdienen durchschnittlich nur 1940 Euro brutto im Monat, Männer dagegen 2657 Euro brutto. In der Tendenz ist die Gehaltsentwicklung rückläufig.

Zahntechniker - die linke Hand des Zahnarztes

Zahntechniker fertigen oder reparieren prothetische Hilfs- und Ersatzmittel für den Mund des Patienten in mikroskopisch genauer Handarbeit. Die zahnmedizinische Fachangestellte wird gern als rechte Hand des Zahnarztes bezeichnet. Ein Zahntechniker ist demnach mindestens die linke Hand. Eine kieferorthopädische Behandlung, eine Zahnsanierung mit partieller Gebisserneuerung oder ein vollständiger Zahnersatz wäre ohne die präzise handwerkliche Feinarbeit eines Zahntechnikers nicht möglich. Auftraggeber sind Zahnarzt und Krankenkasse, doch genau betrachtet arbeitet ein Zahntechniker für den Patienten - und zwar ausschließlich. Patientenkontakt ist vor allem in den Zahnarztpraxen angeschlossenen Dentallaboren möglich und erwünscht. Hierbei erfüllt der Zahntechniker zusätzlich eine beratende Funktion und nimmt Material- und Gestaltungswünsche des Patienten entgegen.

Wie wird man Zahntechniker?

Um Zahntechnikerin oder Zahntechniker zu werden, muss man eine duale Ausbildung absolvieren. Diese dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Die schulischen Voraussetzungen variieren stark je nach Betrieb. Die meisten Betriebe verlangen die mittlere Reife oder sogar die Fachhochschulreife bzw. das Abitur. Besonders wichtig sind motorische Fähigkeiten, handwerkliches Geschick und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Beides kann man insbesondere durch erfolgreiche Praktika in Laboren oder Zahnarztpraxen nachweisen kann. Auch mathematische Kenntnisse sind bei der Berechnung von Mischungsverhältnissen von Bedeutung.

Die Schulnoten spielen eine eher untergeordnete Rolle, die Note 4 in Bio, Mathe oder Kunst sollte dennoch nicht auf dem Halbjahreszeugnis stehen. Ausgebildet werden Gymnasiasten, Real- und Hauptschüler. In der Regel muss von den Ausbildungsplatz-Bewerbern ein praxisbezogener Eignungstest absolviert werden. Mit dem Berufsschulabschluss bist Du ein Zahntechniker mit Fertigkeiten in der allgemeinen Prothetik und kannst Teil- und Vollprothesen aus Kunststoff sowie Kronen aus Edelmetall und Verblendungen herstellen. Jede Spezialisierung (Keramikguss, Implantologie, CAD/CAM) erfordert eine Zusatzausbildung.

Die Zugangsvoraussetzungen auf einen Blick

  • Interesse für Zahnmedizin
  • Interesse für Mund- und Zahnhygiene
  • sehr gute Feinmotorik
  • gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • gute Sehkraft
  • hohe Konzentrationsfähigkeit
  • gutes technisches Verständnis
  • Realschul-Abschluss oder erweiterter Hauptschulabschluss
  • gute Noten in Kunst, Mathe und Bio

Das Labor ist Arbeitsplatz eines Zahntechnikers

Bild Zahnprothese Die Fertigung von Zahnersatz findet immernoch per Hand statt.

Arbeitskleidung eines Zahntechnikers ist ein weißer, hinten geschlossener Laborkittel sowie eine Schutzbrille bei Fräsarbeiten. Arbeitsplatz ist das zahntechnische Labor, das heute einer hochmodernen, computergestützten Anlage gleicht. Alle vorbereitenden Tätigkeiten sind inzwischen digitalisiert, aber nicht automatisiert. Die Fertigung eines Zahnersatzes oder eines kieferorthopädischen Hilfsmittels (Spangen) ist ohne Handarbeit nicht vorstellbar. Hierzu sitzt der Zahntechniker in der Regel an seinem persönlichen Arbeitstisch mit Handfräsmaschine (Turbo-Dremel), Bunsenbrenner und Materialkästen. Dieser Tisch ähnelt den Schulbänken im Chemieunterricht Deiner Schule. Es ist hilfreich, wenn Du Dir im Vorfeld Deiner Berufswahlentscheidung ein Dentallabor einmal von innen anschaust. Hierfür gibt es den Tag der offenen Tür.

 

Welche Aufgaben hat ein Zahntechniker?

Zahntechnikerinnen und Zahntechniker stellen Apparaturen her, die in Zahnarztpraxen und bei Kieferorthopäden Verwendung finden. Manchmal arbeiten sie direkt in Laboren, die an Praxen angeschlossen sind. Es gibt jedoch auch externe Labore. Das Berufsbild ist durch sehr sorgfältige Handarbeit geprägt.

Die Verarbeitung industriell vorgefertigter Werkstoffe (künstliche Zähne und Draht) sowie das Hantieren mit Gips, Wachs, Kunststoff und Edelmetallen (Gold, Silber, Platin) sind normale Arbeiten in einem Zahntechniklabor. Gips und Wachs werden für die Modellerstellung benötigt. Zahnersatz ist teuer und Veränderungen im Mundraum nicht ungewöhnlich. Deshalb gehören Reparaturen und Nachbesserungen sowie eine professionelle Reinigung herausnehmbarer Zahnprothesen ebenfalls zu den Aufgaben eines Zahntechnikers. Hinzu kommen Patientengespräche und Weiterbildungen. Notwendige Schulungen zahlt in der Regel der Arbeitgeber.

Und dann? Gute berufliche Aussichten

Ausgebildete Zahntechniker sind gefragt wie nie. Der Beruf gilt als absolut krisensicher, auch wenn die Konkurrenz durch Billiganbieter aus dem Ausland groß ist. Je nach Ausbildungsgrad sind die Verdienstmöglichkeiten gestaffelt. Zahntechniker werden leistungsorientiert bezahlt. Ein Fachzahntechniker verdient deutlich mehr als ein Kollege für allgemeine Prothetik. Ein Meister ungefähr das Dreifache. Selbst ungelernte, gering bezahlte "Hilfsarbeiter", die vorbereitende Tätigkeiten (Gipsmodellfertigung, Prothesenreinigung) durchführen, sind in großen Dentallaboren anzutreffen. Eine Existenzgründung direkt nach der Grundausbildung ist allerdings nicht möglich. Wer sich mit einem eigenen Dentallabor selbstständig machen möchte, benötigt Berufserfahrung, einen Meisterabschluss, Durchhaltevermögen und ein gutes finanzielles Polster. Die technische Ausrüstung ist sehr teuer. Günstiger wäre es, ein bestehendes kleines Labor zu übernehmen und auszubauen.

Alternative Berufe - ähnliche Berufe

Eigentlich ist der Beruf des Zahntechnikers mit keinem anderen zu vergleichen, weil er wirklich sehr speziell ist. Früher war Zahntechniker ein reiner Männerberuf, seit den Achtziger Jahren avancierte er (auch aufgrund der relativ niedrigen Entlohnung) zum Wunschberuf vieler Mädchen, die gern Zahnmedizin studieren wollten, aber am Numerus Clausus der Universitäten scheiterten. Sprungbrett Zahntechniker: Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung als Zahntechniker (oder eines ähnlichen Berufes mit dentaler Orientierung) und mindestens zweijähriger Berufserfahrung kannst Du Dich auch ohne Abitur oder Meisterabschluss für das Studienfach Zahnmedizin bewerben.

Ähnliche Berufe: Dentalingenieur/in (Bachelor), Goldschmied/in, MTA, Zahnmedizinische Fachassistenz


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Bild 2: © pixabay / dental-inno

 

 

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