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Ojos Azules: Herkunft, Aussehen und Pflege

Die Ojos Azules existieren als junge und bislang seltene Rasse. Ihr Hauptmerkmal besteht in den ausdrucksstarken Augen, denen die Katzenrasse ihren Namen verdankt. Die spanische Bezeichnung "Ojos Azules" bedeutet auf Deutsch "blaue Augen". Die unverkennbaren Rassekatzen ähneln in ihrem Erscheinungsbild gewöhnlichen Hauskatzen. Zutraulich und anschmiegsam zählen sie zu den pflegeleichten Haustieren. Bevor Du über den Kauf der Katze nachdenkst, holst Du Informationen über deren Bedürfnisse und Besonderheiten ein.

Kurzinfo:

Ursprung USA, New Mexico
Fellfarben Alle Fellfarben, außer weiß
Besonderheiten Reinerbige Kitten kommen tot auf die Welt
Gewicht 6 - 7 kg
Schulterhöhe 25 bis 35 Zentimeter
Lebenserwartung 12 bis 15 Jahre
Rassestandard Anerkannt durch LOOF, TICA, CFA und FIFe
Rasseportrait Ojos Azules Die Ojos Azules fällt vor allem durch ihre strahlend blauen Augen auf. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Die Geschichte der schönen Blauäugigen

Die blaue Augenfarbe der Katzenrasse basiert auf einer natürlichen Mutation. Die Tiere stammen von einer einzigen Hauskatze namens Cornflower ab. Die Schildpattkatze mit blauen Augen entdeckten Züchter 1984 in New Mexico. Durch Untersuchungen stellten sie fest, dass eine dominante Vererbung der Augenfarbe stattfand. Zu Beginn der 1990er-Jahre lebten zehn Ojos Azules. Die Rasse ließ die TICA 1992 zur Registrierung zu, sodass die Zahl der Rassekatzen bis heute anstieg. Dennoch handelt es sich bei ihnen um seltene Exemplare.

Die Charaktereigenschaften

Die Charaktereigenschaften der Ojos Azules Kurzhaar sowie der Langhaar-Variante ähneln der Katzenrasse Europäisch Kurzhaar. Die menschenbezogenen, bisweilen anhänglichen Tiere bevorzugen Gesellschaft. Daher bewährt sich für Berufstätige die Mehrkatzenhaltung. Hältst Du die unverkennbare Rassekatze, bemerkst Du ihr ausgeglichenes, ruhiges Wesen. Mit Kindern und anderen Haustieren kommt die Katze ohne Schwierigkeiten zurecht. Als geduldiger Spielgefährte kratzt sie in der Regel wenig. Allerdings hängt das Temperament der Tiere maßgeblich von ihren individuellen Charakterzügen ab.

Die Rassekatzen erweisen sich als neugierig und verspielt. Sie suchen aktiv die Nähe ihrer menschlichen und tierischen Spielkameraden. Braucht Dein Haustier seinen Freiraum, erkennst Du es am distanzierten Verhalten. Das Wesen der Ojos Azules zeichnet sich durch Lebhaftigkeit und Einfallsreichtum aus. Daher lohnt es sich, dem Tier ausreichend Abwechslung im Alltag zu bieten.

Wie sehen die Ojos Azules aus?

Ojos Azules Katze Die Ojos Azules sieht auf den ersten Blick aus, wie eine normale Hauskatze.

In ihrem Erscheinungsbild gleicht die Rassekatze einer normalen Hauskatze. Von dieser unterscheiden sie die intensiv blauen Augen, die gewöhnlich nur bei Siamkatzen oder Katzenrassen mit weißem Fell vorkommen. Mittelgroße Ohren befinden sich hoch auf dem Kopf angesetzt. Die aufgestellte Haltung geht mit abgerundeten Spitzen einher. Ein geschwungener, biegsamer Hals geht in einen muskulösen Körper über. Dessen Länge gleicht der Europäisch Kurzhaar und weist keinesfalls die Proportionen orientalischer Katzenrassen auf. Obgleich der Leib kräftig wirkt, bleibt eine geschmeidige Anmut erhalten. Neben kleinen Pfoten besitzt die Katzenrasse schlanke bis mittelstarke Extremitäten.

Die blauen Augen

Ein Knick im Ohr deutet auf eine gesundheitliche Komplikation oder eine Missbildung hin. Das bedeutende Merkmal der Ojos Azules stellen die schönen Augen dar. Die Form erweist sich als beinahe rund. Keinesfalls treten die Glaskörper hervor. Allerdings weist die Iris mittig goldfarbene, kupferfarbene oder grüne Einschlüsse auf. Auf Ausstellungen bevorzugen die Punktrichter kräftige, tiefe Farben.

Das Fell der Ojos Azules

Die Ojos Azules kommen mit allen Fellfarben, außer reinweißen Haaren, auf die Welt. Jedoch kommt es vor, dass sie weiße Flecken im Gesicht, an Pfoten oder Schwanz aufweisen. Das Fell der Ojos Azules besteht aus kurzen, seidigen Haaren, die sich fein und weich anfühlen. Die kaum entwickelte Unterwolle zeigt sich deutlich farbintensiver als das Deckhaar. Existieren weiße Flecken auf Bauch oder Brust, bestehen diese als Zuchtfehler. Zusätzlich weisen die Parti-Colour-Katzen zwingend ein weißes Schwanzende auf. Reinweiße Tiere widersprechen dem Rassestandard. Der Grund besteht in der fehlenden Unterscheidungsmöglichkeit zu gewöhnlichen weißen Katzen mit blauen Augen. Im Gegensatz zu diesen leiden die Ojos Azules nicht unter Taubheit.

Haltung der Ojos Azules

Die blauäugige, ausgeglichene Rassekatze gehört zu den pflegeleichten Haustieren. Du hältst sie als Wohnungskatze ebenso problemlos wie als Freiläufer. Das Tier verspürt jedoch einen starken Bewegungsdrang. Lebt es ausschließlich im Haus, stellst Du ihm mehrere Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben hohen Kratzbäumen eignen sich freigeräumte Tische und Schränke zum Klettern. Die Ojos Azules erkunden ihre Umgebung von hohen Positionen aus. Daher bevorzugen sie hoch gelegene Schlafplätze. Als intelligente und spielfreudige Rassekatze benötigt sie Abwechslung. Katzenspielzeuge wie kleine Bälle und Plüschmäuse fordern das Jagdgeschick der Haustiere. Ebenfalls lauern diese mit Begeisterung Papierschnipseln oder Deinen Füßen auf. Versuchst Du, die Katze in Deinen Alltag zu integrieren, beugst Du einer Vereinsamung vor.

Die Pflege

Ojos Azules Katze Das Ojos Azules-Gen darf von den Katzen nur mischerbig getragen werden.

Bei der Fellpflege zeigen sich die Rassekatzen weniger anspruchsvoll. Sie weisen kaum Unterwolle auf, sodass sie wenig haaren. Bürstest Du Deine Katze einmal in der Woche, entfernst Du abgestorbenes Haar und sorgst gleichzeitig für eine gute Bindung zu Deinem Haustier. Des Weiteren verhindert das Bürsten, dass die Rassekatze die Härchen frisst und einen Darmverschluss erleidet. Bei freilaufenden Tieren wiederholst Du die Fellpflege bei Bedarf mehrfach in der Woche. In der Regel genießen sie Deine Aufmerksamkeit, sodass Du Haarknoten problemlos auskämmst.

Die Zucht der Ojos Azules

Bei der Zucht der Tiere kam eine Besonderheit zum Vorschein. Katzen, die das Ojos-Gen mischerbig in sich tragen, kommen ohne gesundheitliche Komplikationen zur Welt. Dagegen kommt es bei reinerbigen Kitten zur Totgeburt. Die entsprechenden Rassekatzen zeichnen sich durch ein reinweißes Fell sowie Missbildungen an Schwanz und Kopf aus. Aus dem Grund erlauben die Zuchtbestimmungen keine Paarung von zwei Trägern des Ojos-Gens. Zusätzlich untersagen sie die Kreuzung der Rasse mit anderen Katzenrassen. Laut der FIFe geht die Zucht der Rassekatzen mit einem besonderen Rassestandard einher. Als Fehler bei der Zucht gelten großwüchsige oder zu schlanke oder massige Exemplare. Blasse, kleine Augen und ein spitzes Maul führen bei Wettbewerben ebenfalls zur Disqualifikation. Weitere Fehler bestehen in daunenartigem oder plüschartigem Fell oder einer anderen Augenfarbe außer Blau sowie türkise oder lavendelfarbene Pupillen. Außerdem achten die Züchter darauf, dass das Kinn nicht heraussteht oder flieht.

Katzenrassenstandard nach FIFé

Allgemein Größe Mittelgroß
Gewicht  Bis zu 7 kg
Kopf Form Ähnelt einem gleichseitigem Dreieck, gerundete Stirn
Nase Leichter Stop an der Nase
Schnauze Quadratische Form
Ohren Form Mittelgroß mit abgerundeten Spitzen
Platzierung Hoch am Kopf platziert
Augen Form Groß und beinahe rund
Farbe Hellblaue oder graublaue Farbe, dunkle und tiefe Farbtöne bevorzugt
Körper Struktur Mittellang, muskulös aber nicht massiv, bis zu 50 Zentimeter lang
Beine   Schmal, Hinterbeine länger als Vorderbeine
Pfoten Kleine Pfoten
Schwanz   Spitz zulaufend, in einer angenehmen Proportion zum Körper, Schwanzlänge zwischen 25 und 30 Zentimetern
Fell Struktur Kurz, seidig weich und glänzend, wenig Unterwolle, diese aber intensiv gefärbt
Farbe Alle Fellfarben, häufig weiße Flecke an Extremitäten, Maul, Schwanzende und Pfoten

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