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Rasseportrait der Singapura

Kurzinfo

Ursprung Singapur
Fellfarben Dunkles seal braun getickt (Sepia Agouti)
Besonderheiten Gilt als die kleinste Rassekatze überhaupt
Gewicht 2 bis 3 kg
Schulterhöhe 15 - 20 cm
Lebenserwartung ca. 15 Jahre
Rassestandard GCCF, WCF und CFA
Grafik Rasseportrait Singapura Die Singapura ist sehr anhänglich und liebenswert, wenn sie Dir vertraut. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Die Singapura - das kleine Kraftpaket

Die Singapura zählt mit ihren großen Augen, ihrer reizvollen Fellzeichnung und ihrem zierlichen Körperbau wohl zu den schönsten Rassekatzen. Bei der Haltung der sehr anhänglichen und verschmusten Tiere gibt es jedoch einiges zu beachten - hier erfährst Du mehr darüber.

Körperbau und Aussehen der Singapura

Die typische Singapura ist klein und zierlich. Trotz ihrer grazilen Figur ist sie jedoch sehr muskulös und kräftig und besitzt ein großes Sprungvermögen. Mit ihren harmonischen Proportionen ist die Singapura eine ausgesprochen ästhetische Katze. Körper und Beine sollen bei stehender Katze ein Quadrat bilden. Echte Singapura-Katzen besitzen eine Sepia Agouti-Färbung, die auch als geticktes dunkles Sealbraun bezeichnet wird - ein braunes Ticking auf elfenbeinfarbener Grundfarbe. Als Ticking bezeichnet man eine gebänderte Färbung der Haare, wobei jedes Haar mehrere dunkle und helle Bänder zeigt. Die typische Fellfärbung entwickelt sich langsam, manchmal erst nach zwei bis drei Jahren. Auf dem hellen Grundton zeichnet sich ein dunkleres Streifenmuster ab, vor allem an den Innenseiten der Vorderbeine und dem hinteren Knie. Der Bauch ist ebenso wie die Innenseite der Beine und die Brust heller gefärbt als der Rücken. Die hellen Fellpartien weisen kein Ticking auf.

Die sehr klare Gesichtszeichnung zeigt dunkle Linien, die von den Augen ausgehen; Augen, Nasen und Lippen sind dunkel umrandet. Typischerweise besitzt der lange Schwanz ein stumpfes, dunkel gefärbtes Ende. Auch die Haare zwischen den Zehen zeigen eine dunkle Färbung; die Fußballen sind rosa-braun gefärbt. Der kurze, keilförmige Kopf läuft in eine kurze Nase und einen breiten Kiefer mit kräftigem Kinn aus. Die großen Ohren der Singapura sind am Ansatz breit und enden in einer sanft gerundeten Spitze. Ihre großen, schräg gestellten Augen zeigen eine leuchtend grüne bis haselnussbraune Färbung, während die Nase in einem hellen bis dunklen Lachston gefärbt ist. Die schlanken, muskulösen Beine der Singapura enden in kleinen, ovalen Pfoten.

Wesen und Charakter Deiner Singapura

Bild Singapura Katze Die Singapura ist anfangs meist schüchtern und muss sich erst an Dich gewöhnen.

Die Singapura ist eine sehr anhängliche, verschmuste und gesellige Katze, die viel Aufmerksamkeit und Zuwendung benötigt. Sie geht enge Bindungen zum Menschen ein, kommt aber auch mit anderen Katzen sehr gut zurecht. Die Singapura spielt gerne ausgelassen mit Dir und ist ausgesprochen neugierig auf Deine Besitztümer und den Inhalt Deiner Schubladen. Gern verfolgt sie, was Du machst, und folgt Dir durch die Wohnung. Singapura-Katzen sind intelligent und aufmerksam und registrieren alles, was um sie herum vorgeht. Sie können am Beginn einer Freundschaft zunächst schüchtern und zurückhaltend sein. Deshalb solltest Du Dir keine Sorgen machen, wenn es zunächst so aussieht, als würde Dein neuer Mitbewohner abweisend auf Dich reagieren - die Singapura muss erst herausfinden, was sie von Dir hält. Hat sie allerdings einmal Vertrauen zu Dir gefasst, ist sie sehr liebevoll und weicht kaum noch von Deiner Seite. Fremden gegenüber ist sie jedoch meist weniger aufgeschlossen; es kann eine Weile dauern, bis sie sich an neue Gesichter in der Umgebung gewöhnt.

Singapura: Herkunft und Geschichte

Wie die Singapura zunächst in die Vereinigten Staaten kam, ist nicht gesichert. Angeblich soll sie 1974 von Tommy und Hal Meadow erstmals aus Singapur in die USA gelangt und dort zur Rassezüchtung weiterentwickelt worden sein. Als wahrscheinlicher gilt, dass sie eine Züchtung aus Burma und Abessinier darstellt. An ihren vorgeblichen Ursprung als Straßenkatze erinnert die Bezeichnung "Drain Cat" (etwa: "Abflusskatze"), die auf ihren ursprünglichen Lebensraum - die Kanalisation anspielen soll. Sympathischer ist die malaiische Bezeichnung "Kucinta" ("Liebeskatze"), die ihr anhängliches Wesen sehr zutreffend beschreibt. Schon 1975 wurde sie erstmals auf Ausstellungen gezeigt und 1982 vom US-Zuchtverband CFA (Cat Fanciers Association) als Rassekatze anerkannt. 1988 gelangte die erste Singapura nach England; der erste europäische Nachwuchs rassereiner Singapuras kam 1989 in der Schweiz zur Welt. Derzeit gibt es im europäischen Raum nur wenige Züchter - und auch weltweit gilt die Singapura als vergleichsweise seltene Rassekatze, was sich leider auch auf ihren Preis auswirkt.

Haltung und Pflege der Singapura

Die Singapura kann sowohl als Wohnung- wie als Freilaufkatze gehalten werden. Wenn Du sie ausschließlich in der Wohnung hältst, solltest Du jedoch unbedingt für Gesellschaft sorgen, denn die Singapura verträgt Alleinsein nicht. Ideal ist eine zweite Singapura, doch auch mit anderen Katzenrassen, die zu ihrem Temperament passen - sprich: anhänglich und gesellig sind - kommt sie ausgezeichnet aus. Auch Hunde und Kinder sind gern gesehene Gesellschaft.

Ihr glattes, seidiges Fell benötigt nicht viel Pflege, jedoch sollten alte und ausgefallene Haare regelmäßig mit einem Kamm oder einer weichen Bürste entfernt werden. Wohnungskatzen brauchen viel Platz und Klettermöglichkeiten, um ihren Bewegungsdrang ausleben zu können. Freilaufkatzen sollten gegen Leukose und Tollwut geimpft werden, und auch die jährliche Impfung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche sollte jede Singapura - ganz gleich, ob Wohnungs- oder Freilaufkatze - bekommen. Der einzige Wermutstropfen: Singapura-Katzen - besonders Jungtiere - besitzen oft ein schwaches Immunsystem. So solltest Du vor den Impfungen Deines Jungtiers mit dem Tierarzt abklären, ob das Immunsystem zunächst aufgebaut werden muss. Weibliche Singapuras können außerdem unter einer Wehenschwäche leiden, sodass zur Geburt eines Wurfs ein Kaiserschnitt notwendig sein kann. Ansonsten sind wenig rassetypische Gesundheitsprobleme bei Singapuras bekannt.

Passt die Singapura zu Dir und Deiner Familie?

Als sehr umgängliche und gesellige Katze, die nur selten launisch oder eigensinnig ist, ist die Singapura eine großartige Familienkatze. Sie ist vor allem dann glücklich und ausgeglichen, wenn jemand da ist, der sich ausgiebig mit ihr beschäftigt. Wer allein lebt und berufstätig ist, sollte in jedem Fall ein zweites Tier anschaffen, damit sie nicht allein ist - auch dann, wenn ein Freigang möglich ist. Die Singapura langweilt sich allein schnell und braucht Gesellschaft. Deshalb ist es eine gute Idee, dafür zu sorgen, dass täglich jemand Zeit zum Spielen und zum Schmusen hat, was sie ansonsten lautstark einfordern kann.

Rassestandards

Allgemein Größe Klein bis mittelgroß
Gewicht  2 bis 3 kg
Kopf Form Kurz und keilförmig, in Augenhöhe breit; ausgeprägter "Whisker break" (Einbuchtung am Übergang zum Oberkiefer)
Nase Kurze Nase und Kiefer; Nase in einem hellen bis dunklen Lachston
Kinn Kräftig
Ohren Form Groß, breit am Ansatz, abgerundete Spitzen
Platzierung Mittel angesetzt
Augen Form Groß, oval mit leichter Schrägstellung
Farbe Leuchtend grün bis haselnussbraun
Körper Struktur Klein und muskulös mit kurzem, kräftigem Hals
Beine   Mittlere Länge, schlank und kräftig
Pfoten Kleine, ovale Pfoten
Schwanz   Mittellang, am Ansatz kräftig; Spitze dunkel und leicht gerundet
Fell Struktur Fein, seidig, kurz, eng anliegend
Farbe Färbung ausschließlich seal braun getickt auf hellem oder dunklerem, elfenbeinfarbenem Grund

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Bildquellen:
Bild 1: © markt.de
Bild 2: © coulanges / Fotolia.com