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Impotenz - wie sie entsteht und was man dagegen tun kann

Mann Druck Impotenz Viele Männer setzen sich noch mehr unter Druck, wenn es mit der Erektion mal nicht klappt.

Unter dem Begriff "Impotenz" versteht man im Allgemeinen alle Störungen der männlichen Sexualfunktion. Dazu gehört die sprichwörtliche "schlappe Nudel" ebenso wie Probleme, Orgasmen zu erleben und Kinder zu zeugen. Jeder einzelne Mann mit solch einem Problem kann gezielt Maßnahmen ergreifen, um seine Situation zu verbessern. Wie das funktioniert, kann man hier nachlesen.

Der Begriff Impotenz

Wenn von Impotenz die Rede ist, stellt man sich meist nur einen Mann vor, der keine Erektion bekommt. Diese Auslegung ist jedoch nicht ganz richtig. Impotenz ist der Oberbegriff für eine Reihe von Funktionsstörungen im Bereich der Sexualität und geschlechtlichen Vermehrung.

Die bekannteste Auswirkung ist die sogenannte erektile Dysfunktion, also keine Erektion zu bekommen oder diese nicht ausreichend lange aufrechterhalten zu können, um den Sex auszuüben.

Es umfasst aber auch die Anejakulation, also die Unfähigkeit, einen Samenerguss zu bekommen. Die dritte Bedeutung des Begriffes ist die tatsächliche Zeugungsunfähigkeit, also quasi "mit Platzpatronen zu schießen", trotz ungestörter Erektions- und Orgasmusfähigkeit.

Die Ursachen sind so vielfältig wie die Ausprägungen: Nicht nur körperliche Faktoren spielen eine Rolle, sondern auch psychische. Aus Scham suchen sich viele Männer nicht oder nicht rechtzeitig Hilfe von Experten, selbst glückliche Beziehungen können an den nagenden Selbstzweifeln irgendwann zerbrechen.

Beziehungsprobleme Impotenz Bei Impotenz wird auch die Beziehung auf eine harte Probe gestellt.

Ursachen für Impotenz

Stress & Leistungsdruck

Einer der größten Risikofaktoren für Impotenz ist Stress. Ein hektischer Lebenswandel mit wenigen Ruhepausen und großen Belastungen im Alltag sorgt bei beiden Geschlechtern für weniger Lust auf Sex. Es leidet aber nicht nur die Lust, sondern auch die Fähigkeit, sexuelle Erregung zu verspüren. Zwei Drittel aller Burnout-Patienten berichten von mangelnder sexueller Leistungsfähigkeit und Unlust - was kein Zufall ist.

Durch etwaige Misserfolge im Bett baut sich oftmals ein noch größerer Druck auf, dort demnächst wieder leistungsfähig zu sein - was exakt das Gegenteil bewirkt. Man(n) muss bereit sein, mit gewissen Makeln zu leben und sich deswegen nicht selbst zu verdammen.

Organische Ursachen

Die häufigsten organischen Ursachen sind relativ schnell zusammengefasst: Unfälle, Erkrankungen, hormonelle Störungen, Arterienverkalkung, Operationen im Becken- und Leistenbereich, Drogenkonsum - vor allem Alkohol und Nikotin, bestimmte Medikamente sowie Übergewicht und ein zu hoher oder zu niedriger Blutdruck. Viele dieser Ursachen lassen sich ohne großen Zeit- und Kostenaufwand feststellen.

Was man selbst unternehmen kann

Potenzmittel Potenzmittel können bei Störungen der männlichen Sexualfunktion helfen.

Wichtig ist es, die Situation zu akzeptieren und sie nicht nur auf eine Reihe von Zufällen und Missgeschicken zu schieben. Man muss in seinen Körper hineinhorchen, in sich gehen und Selbstkritik zulassen. ER ist kein geringerer Mann, nur weil er ein medizinisches Problem hat. Eine verständnisvolle Partnerin kann einem dabei helfen, sich zu öffnen.

Selbst wenn man es aus dem Berufsleben gewohnt ist, Spitzenleistungen abzurufen, wird einem diese Herangehensweise nicht weiterbringen. Zuallererst sollte man daher das Stressniveau senken, den Alltag entschleunigen. Dazu gehört es auch, mehr auf seine Gesundheit zu achten. Risikofaktoren wie Alkohol, zu fettes und salziges Essen und Rauchen sollte man vermeiden oder einschränken. Bereits zweimal wöchentlich Sport zu treiben verbessert nicht nur das allgemeine Befinden, sondern verringert auch das Risiko, Erektionsprobleme zu bekommen.

Auf eine Selbstmedikation mit Pillen, Pülverchen und Gels aus dem Internet ist zwingend zu verzichten. Die Inhaltsstoffe sind niemals eindeutig nachprüfbar, oft kommen die Produkte aus Asien und haben im günstigsten Fall gar keine Wirkung. Sollten die Probleme über 6 Monate mehr oder weniger nachhaltig bestehen, sollte man zum Arzt gehen.

Besuch beim Arzt

Impotenz Besuch Arzt Hält die Impotenz trotz eigener Maßnahmen an, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Keine Angst vor dem Arztgespräch!

Selbst gegenüber Ärzten schämen sich viele Männer, ihre Probleme eindeutig einzugestehen. Dies gilt besonders für die Situation, wenn der Hausarzt eine Frau ist - ein Gespräch "unter Männern" ziehen 93% aller Männer vor. Selbst unter engen Freunden ist Impotenz immer noch eine Art Tabuthema, aber Ärzte sind Experten darin und behandeln einen objektiv.

Was der Arzt für einen tun kann

In einem Beratungsgespräch werden viele Faktoren geprüft: Lebenswandel, medizinische Vorgeschichte und die psychische Situation. Danach erfolgt eine Abprüfung der organischen Faktoren, zum Beispiel durch eine Blutdruckmessung und eine Tastuntersuchung. Eine Überweisung an einen Sexualmediziner oder Psychotherapeuten ist nicht immer erforderlich, kann aber hilfreich sein, wenn keine organischen Gründe gefunden werden.

Dass ein 65 Jahre alter Mann nicht mehr die sexuelle Leistungsfähigkeit eines 20 Jahre alten Jungspunds besitzt, sollte aber auch jedermann ohne Arztbesuch deutlich sein. Je nach Ursache kann der Arzt Therapien entwickeln und Medikamente verschreiben, welche die normale Funktionsfähigkeit zeitweilig oder dauerhaft wiederherstellen. Es geht aber ganz eindeutig nicht darum, die Leistungsfähigkeit im Bett bloß zu steigern - also zum Beispiel statt dreimal pro Nacht fünfmal zu "können".

Mut und Geduld

ER benötigt vor allem zwei Dinge in so einer Situation: Den Mut, sein Problem offen anzugehen und die Geduld, nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Eine liebevolle Partnerin kann in so einer Zeit von großer Bedeutung sein. ER wird IHR äußerst dankbar sein, wenn SIE in dieser schwierigen Zeit Verständnis und Geduld für ihn aufbringt. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und die "kleine, blaue Pille" (Markenname: Viagra) ist keinesfalls die Lösung für alle Probleme.

Man muss die Ursachen bekämpfen und nicht nur an den Symptomen herumdoktern. Laut einer aktuellen Studie konnte 92% aller Männer, welche den Schritt zur Beratung wagten, signifikant geholfen werden. Und darum geht es letztendlich: Ein Stück "Normalität" wiederherzustellen, damit man die schönste Sache der Welt gemeinsam genießen kann.


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