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Barnevelderhühner Rasseportrait: Herkunft, Haltung und Körperbau

Kurzinfo:

Gewicht Henne 2-2,7 kg
Gewicht Hahn 2,5-3,5 kg
Legeleistung im Jahr 180 Eier pro Jahr
Eiergewicht 60 g
Herkunft Niederlande
Barnevelder Huhn Grafik
Das Barnevelder Huhn ist besonders gut für die Freilandhaltung geeignet.(Einfach klicken zum Vergrößern)

Körperbau & Aussehen

Die Farbpalette der Barnevelder Hühner reicht von weiß über blau, dunkelbraun und blau-gesäumt bis hin zu schwarz. Es gibt auch rebhuhnfarbige Tiere, diese sind allerdings nur in England zur Zucht zugelassen. Der Farbenreichtum der Rasse ist darauf zurückzuführen, dass in der Anfangszeit der Züchtung viele verschiedene Rassen mehr oder weniger unkontrolliert eingekreuzt wurden. Es gibt sowohl einfarbige als auch mehrfarbige, doppelt gesäumte Exemplare. Der Kamm der Barnevelder ist wie das Gesicht und auch die Kehl- und Ohrlappen rot. Der Körperbau der Tiere entspricht dem eines Leistungshuhns. Barnevelder haben eine tiefe Brust, die genügend Raum für einen guten Fleischansatz bietet. Im Unterschied zu den meisten anderen Hühnerrassen fällt nicht nur der Hahn durch sein prächtiges Federkleid auf, sondern auch die Henne.

Haltung

Das Barnevelder Huhn eignet sich besonders gut für die Haltung im Freiland. Da es im Wesen der Tiere liegt, nur sehr ungerne aufzufliegen, sind keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen wie eine besonders hohe Umzäunung notwendig, um die Tiere am Ausbrechen zu hindern. Die Rasse ist bekannt für ihren ruhigen Charakter und die Tiere werden relativ schnell zutraulich. Mit einer Legeleistung von etwa 180 Eiern pro Jahr sind Barnevelder eine recht legefreudige Rasse, die im Übrigen auch leicht zu mästen ist, da Futtersuche und Nahrungsaufnahme die absoluten Lieblingsbeschäftigungen der Tiere sind. Mit 60 Gramm erreichen die Eier der Barnevelder Hühner zudem eine recht stattliche Größe.

Es handelt sich um eine klassische Zweinutzungsrasse, die sowohl für die Mast als auch für die Produktion von Eiern wirtschaftlich geeignet ist. Die Eier der Tiere haben eine satte braune Farbe und sind wegen ihrer besonders dicken Schale auch gut für die Nutzung in Brutmaschinen geeignet. Auch das Fleisch der Tiere ist von guter Qualität. Trotz dieser vielen Vorzüge ist die Rasse in Deutschland mittlerweile so selten geworden, dass sie 2013 auf die Liste der gefährdeten Haustierrassen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung aufgenommen wurde. Es gibt neben den „normalen“ Barneveldern noch eine weitere Unterart der Rasse, die sich von diesen durch ihre kleine Statur unterscheidet, die sogenannten Zwerg-Barnvelder.

Geschichte und Herkunft

Das Barnevelder Huhn entstand um 1850 herum in Barneveld in den Niederlanden – nach ihrem Ursprungsort ist die Rasse auch benannt. Sie ist allerdings eher ein Produkt des Zufalls als der gezielten Züchtung einer neuen Hühnerrasse. Das ursprüngliche Zuchtziel waren Hühner, die große, braune Eier legten, wenn möglich auch noch in großen Mengen, das Aussehen war dabei nebensächlich. Die Rasse ist daher aus einer Kreuzung zahlreicher anderer Hühnerrassen entstanden, die zum Teil sogar aus Asien stammten, etwa Cochins, Brahmas, Goldwyandotten oder Rhodeländer. Die exakte Zusammensetzung der Rasse ist heute jedoch nicht genau bekannt. Diese bunte Mischung ist auch dafür verantwortlich, dass das Barnevelder Huhn heute im Vergleich zu anderen Rassen einen relativ hohen Variantenreichtum aufweist. Etwas einheitlicher wurde die Rasse erst ab dem Jahr 1920, als in den Niederlanden der erste Zuchtverein für das Barnevelder Huhn gegründet wurde, der es sich zum erklärten Zuchtziel machte, die Rasse in eine möglichst einheitliche Form zu bringen. War ihr Verbreitungsgebiet in den ersten Jahren nach ihrer Entstehung nur auf die Gegend um Barneveld begrenzt, so verbreitete sich die Rasse, die sowohl aus wirtschaftlichen Gründen als auch für Schauzüchter interessant ist, schnell in Deutschland und weiteren Ländern.

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Bildquellen:
Bild 1: © markt.de