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Tierratgeber - Hunderassen

Bayerischer Gebirgsschweißhund - Herkunft, Eigenschaften, Erziehung & Pflege

Rassehunde-Tierportrait - Kurzinfo

Ursprungsland Deutschland
Fellfarben Tiefes braunrot über ocker bis hellbraun
Lebenserwartung 9 - 15 Jahre
Gewicht Rüden: 20 - 25 kg, Hündinnen: 20 - 25 kg
Widerristhöhe Rüden: 47 - 52 cm, Hündinnen: 44 - 48 cm
Besonderheiten Mittelschwer und trotzdem sehr kräftig
FCI-Standard Nr.217, Gruppe 6, Sektion 2
Bayerischer Gebirgsschweißhund Der Bayerischer Gebirgsschweißhund ist ein sensibles Familienmitglied, dem man mit viel Aufmerksamkeit entgegenkommen sollte.

Bayerischer Gebirgsschweißhund - Seine Entwicklung

Die Geschichte besagt, dass die ursprünglichen Schweißhunde sich für den Einsatz im bayrischen Gebirge nicht eigneten, deshalb hat man versucht diesen mit der Deutschen Bracke zu kreuzen. Die Herkunft des Hundes liegt somit voll und ganz in der deutschen Zucht. Das Zuchtergebnis der Züchter brachte also anschließend den Bayerischer Gebirgsschweißhund hervor und man bemerkte, dass dieser hervorragend für die Jagd geeignet ist. Aber nicht nur für die Jagd, sondern auch als Familienhund ist der Bayerischer Gebirgsschweißhund gut geeignet. So findet der Hund heutzutage also nicht nur eine wichtige Rolle in der Jagd, sondern wird auch von Familien sehr geschätzt. Züchter des Bayerischen Gebirgsschweißhundes sind in Deutschland im Verein Bayerische Gebirgsschweißhunde 1912 e.V. vertreten, welcher bereits 1912 in München gegründet wurde.

Passt ein Bayerischer Gebirgsschweißhund zu mir? - Sportlicher Jäger mit sensiblem Gemüt

Erziehung, Eigenschaften und Merkmale des Charakters

Bayerischer Gebirgsschweißhund in der Wiese Bayerische Gebirgsschweißhunde sind nur mittelgroß, aber dennoch sehr kräftig.

Für die Haltung des Hundes ist viel Platz und Aufmerksamkeit für das Tier notwendig. Sobald man mit der Erziehung des Hundes im Welpenalter beginnt, muss man sich im Klaren sein, dass man dem Hund viel Zuneigung entgegenbringen sollte. Er benötigt viel Auslauf und will dabei auch gefordert werden. Kleine Versteckspiele oder andere Herausforderungen können in den Spaziergang eingebaut werden, um diese Hunderasse auf Trab zu halten. Für die Haltung in der Stadt ist der bayerische Gebirgsschweißhund eher wenig geeignet.

Der Charakter des Bayerischen Gebirgsschweißhundes ist in einigen Worten zu beschreiben. Er ist im Wesen ein sehr liebesbedürftiger Hund und sehr sensibel. Trotz der notwendigen etwas rauen Eigenschaften für die Jagd, möchte dieser Hund sehr gerne ein Familienmitglied werden und ist deshalb sehr treu und dankbar. Fremden gegenüber zeigt er sich sogar öfter als scheu und zurückhaltend, was in großem Kontrast zu seiner Selbstsicherheit bei der Jagd steht. Bei der Jagd zeigt er außerdem sein Geschick und Führungstalent.

Bayerischer Gebirgsschweißhund - Dessen Aussehen

Hunde dieser Rasse sind mittelgroß. Die Rüden werden bis zu 52 cm groß, und die Hündinnen werden in etwa 48 cm groß. Sie können zwischen 20 und 25 kg wiegen und haben in etwa eine Lebenserwartung von ungefähr 12 Jahren. Das Fell des Hundes liegt sehr dicht am Körper an und ist demzufolge recht kurz. Aufgrund seines Einsatzgebietes zeichnen sich Bayrische Gebirgsschweißhunde durch kräftige Hinterläufe und einen insgesamt sportlichen Körperbau aus.

Beschreibung (analog VDH)

Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) legt bestimmte Regeln für die Hundezucht fest. Unter anderem sind in diesen Regeln das Aussehen, Gewicht und Fell definiert.

Allgemein   Ein insgesamt harmonischer, leichterer, sehr beweglicher und muskulöser, mittelgroßer Hund. Der Körper ist etwas länger als hoch, hinten etwas überhöht. Steht auf nicht zu hohen Läufen.
Kopf Schädel Verhältnismäßig breit, flach gewölbt und Stirn deutlich abgesetzt. Augenbrauenbögen gut entwickelt. Hinterhauptsbein wenig ausgeprägt.
Fang Von den Augen etwas abgesetzt und etwas kürzer als der Schädel. Genügend breit und nicht spitz. Nasenrücken leicht gewölbt oder gerade.
Augen Klarer, aufmerksamer Ausdruck. Nicht zu groß und zu rund. Dunkelbraun oder etwas heller. Gut anliegende, pigmentierte Lider.
Hals   Mittellang und kräftig. Etwas losere Kehlhaut.
Körper Brust Mäßig breite und gut ausgebildete Vorbrust. Ovaler Rippenkorb, tief und lang mit weit nach hinten reichenden Rippen.
Lendenpartie Verhältnismäßig kurz, breit und sehr gut bemuskelt.
Rücken Kräftig und elastisch.
Rute   Mittellang und höchstens bis zu den Sprunggelenken reichend. Hoch angesetzt, waagerecht oder leicht schräg abwärts getragen.
Pfoten   Löffelförmig, mit gut gewölbten und eng aneinander liegenden Zehen sowie genügen gepolsterten, derben, widerstandsfähigen und gut pigmentierten Ballen. Sie fußen parallel. Im Stand und in der Bewegung weder einwärts noch auswärts gerichtet. Krallen schwarz oder hornfarbig.
Haarkleid Haar Dicht, glatt anliegend, mäßig rau und mit wenig Glanz. Feiner an Kopf und Behang, rauer und länger an Bauch, Läufen und Rute.
Farbe Tiefrot, hirschrot, rotbraun, rotgelb, auch fahlgelb bis semmelfarben. Rotgrau, wie das Winterhaar des Rotwildes, auch geflammt oder dunkel gestichelt. Auf dem Rücken ist die Grundfarbe meist intensiver. Fang und Behang dunkel. Rute meistens dunkel gestichelt. Kleiner, heller Brustfleck (Brackenstern) ist zulässig.

Gesundheit und Pflege

Das kurze und glatt anliegende Fell des bayerischen Gebirgsschweißhundes benötigt keine spezielle Pflege. Es reicht vollkommen aus, den Hund von Zeit zu Zeit zu bürsten und ihn ein- oder zweimal jährlich zu baden. Außerdem sollten natürlich die Augen und Ohren regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls gesäubert werden. Achten Sie außerdem auf eine gute Zahnpflege. Das Kauen von Kauknochen oder speziellen Leckerlies für die Zahnpflege ist nicht nur gut für die Zähne ihres Hundes, sondern hilft oft auch gegen Mundgeruch.

Bayerischen Gebirgsschweißhunden wird bis heute keine rassetypische Krankheit nachgesagt. Bei der Zucht liegt das Hauptaugenmerk darauf, dass die Hunde genetisch gesund bleiben. Aus diesem Grunde werden mit einzelnen Tieren keine Wiederholungswürfe durchgeführt. Dementsprechend ist der Zuchtaufwand vergleichsweise hoch. Im Durchschnitt liegt die Lebenserwartung bei dieser Hunderasse bei 12 Jahren.

Bayerischer Gebirgsschweißhund - Seine Verwandten und Unterarten

Zwei Gebirgsschweißhunde im Portrait Besonders für die Jagd ist der Bayerische Gebirgsschweißhund hervorragend geeignet.

Der Hund ist ein Mischling aus dem gewöhnlichem Schweißhund und einer Bracke. Da er von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) in die 6. Gruppe eingeordnet wurde, zählt er genau wie sein naher Verwandter, der Hannoversche Schweißhund und wie die Deutsche Bracke zu den Laufhunden. Die von der FCI festgelegte Sektion 2 beschreibt die Schweißhunde, neben dem Bayerischen Gebirgshund und dem Hannoverschen Schweißhund listet die Fédération dort auch die Alpenländische Dachsbracke auf. Zusammenfassend kann man also sagen, dass man den Ursprung und die Verwandtschaftsgrade des Bayerischer Gebirgsschweißhundes lange Zeit zurückverfolgen kann.

Zucht und Adoption eines Bayerischen Gebirgsschweißhundes

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Bildquellen:
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