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Fahrzeug Ratgeber

Anhänger für Transporte - Informationen und Tipps
Einachsiger Tieflader mit AluminiumbordwändenEinachsiger Tieflader mit Aluminiumbordwänden

Wer kennt das Problem nicht: Man möchte etwas transportieren, kriegt die sperringen Dinge aber einfach nicht in seinem Auto untergebracht. Ein Anhänger kann in solchen Situationen gute Dienste leisten, denn mit ihm lassen sich die Transportkapazitäten eines Pkws enorm steigern. Doch Achtung – vor einer Nutzung gibt es so einiges, was Sie beachten sollten. Unser Ratgeber verrät Ihnen daher wichtige Infos und praktische Tipps rund um das Thema Pkw-Anhänger.

Darf jeder einen Pkw mit Anhänger fahren?

Bevor Sie sich für einen bestimmten Anhänger entscheiden, ist es nötig, einen Blick auf die gesetzlichen Vorschriften zu werfen. Nicht mit jedem Führerschein dürfen Sie nämlich auch automatisch jeden Anhänger ziehen.

Wenn Sie über einen normalen Führerschein der Klasse B verfügen, sind Sie dazu berechtigt, Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 750 Kilogramm an ihr Auto zu hängen. Sollte dieser Wert höher sein, gilt es darauf zu achten, dass das zulässige Gewicht des gesamten Gespanns 3,5 Tonnen nicht überschreitet. Möchten Sie noch dickere Hänger wie große Caravans oder geräumige Pferdetransporter befördern, können Sie Ihren Führerschein der Klasse B um die neue Schlüsselzahl 96 erweitern (keine eigene Fahrzeugklasse!). Dann dürfen Zugkombinationen von mehr als 3,5 bis maximal 4,25 Tonnen zulässiger Gesamtmasse gefahren werden. Bedingung hierfür ist eine theoretische und praktische Fahrschulung von mindestens sieben Stunden, allerdings keine separate Prüfung. Erst wenn ein Gespann das Gewicht von 4,25 Tonnen übersteigt, ist das Ablegen einer weiteren Führerscheinprüfung unabdingbar. In der Regel handelt es sich hierbei um die Prüfung zur Erlangung des Führerscheins der Klasse BE, bei dem Anhänger ein Eigengewicht bis zu 3,5 Tonnen besitzen dürfen. Über dieses Gewicht hinaus wird die Fahrerlaubnisklasse C1E benötigt. Vergewissern Sie sich jedoch in jedem Fall zuvor, für welches Zuggewicht ihr Pkw überhaupt geeignet ist. Verbindlch ist in diesem Zusammenhang die im Kfz-Brief vermerkte technisch zulässige Anhängelast.

Welche Last wollen Sie mit dem Anhänger transportieren?

Zweiachsiger KofferanhängerZweiachsiger Kofferanhänger
Wenn Sie einen Anhänger verwenden möchten, müssen Sie einen entsprechenden Aufbautyp auswählen. Zuerst sollte in dieser Hinsicht geklärt werden, was man transportieren will.

Wird grundsätzlich immer diesselbe Sache transportiert, empfiehlt sich ein Anhänger, der speziell für diesen Zweck gebaut ist – z. B. ein Pferdeanhänger oder ein Motorradanhänger. Soll der Anhänger für verschiedene Zwecke zum Einsatz kommen, kommt nur ein Anhänger mit Allroundtalent in Frage. Grundlegend unterscheidet man hier zwischen folgenden beiden Varianten: Einachsern und Zweiachsern. Zweiachser besitzen die höhere Nutzlast, laufen zudem ruhiger und zeigen die bessere Reaktion auf Spurrillen. Möchten Sie in der Regel nicht allzu schwere Dinge mit Ihrem Anhänger befördern, kann aber auch ein Einachser vorteilhaft sein. Er lässt sich angenehmer rangieren, hat das geringere Eigengewicht und ist in der Anschaffung günstiger als der Zweiachser. Geht es dann um die Frage "gebremst versus ungebremst", ist hingegen immer zu einem gebremsten Anhänger zu raten. Zwar sind bei kleinen Hängern mit einem Gewicht von bis zu 750 Kilogramm eigene Bremsen gesetzlich nicht vorgeschrieben, durch einen gebremsten Anhänger werden jedoch die Bremsen Ihres Zugfahrzeugs entlastet, der Bremsweg verkürzt sich und der Anhänger bricht bei Vollbremsungen nicht so leicht aus.

Mit dem Anhänger unterwegs - Sicherheit geht vor

Neben eigenen Bremsen spielen noch weitere Dinge eine Rolle, um die Sicherheit beim Fahren mit Anhänger zu gewährleisten.

  • Fahrverhalten: Kombinationen von Pkw und Anhänger dürfen auf Bundesautobahnen und Kraftfahrstraßen lediglich 80 km/h fahren. Beachten Sie dieses Tempolimit. Nur wenn Ihr Wagen bestimmte Voraussetzungen erfüllt (u. a. ABS), können Sie auch eine "Tempo 100"-Plakette beantragen.
    Bedenken Sie außerdem, dass Sie bei der Fahrt mit einem Anhänger langsamer beschleunigen und einen längeren Bremsweg haben. Halten Sie also mehr Abstand zum vorderen Fahrzeug und planen Sie beim Überholen mehr Zeit ein.
  • Qualität des Materials: Das verwendete Material sollte bei der Wahl Ihres Anhängers eine wichtige Rolle spielen. Geeignet sind verzinkter Stahl oder Aluminium. Beide Varianten sind sehr stabil und rosten nicht. Vor allem bei Anhängern, die ständig Wind und Wetter ausgesetzt sind, ist ein guter Korrosionsschutz nicht zu vernachlässigen. In diesen Fällen empfiehlt sich zudem ein Anhänger mit festem Aufbau oder einer Plane und kein vollständig offenes Modell.
    Neben dem Anhängergestell sollten Sie auch auf eine gute Bodenplatte achten. Die Platte darf nicht zu dünn sein, denn sonst ist sie zu anfällig für Beschädigungen, was vor allem den Transport von sehr schweren Gegenständen erschwert. Der Boden sollte außerdem rutschfest sein, d. h. keine glatte Oberfläche haben.
  • Ladungssicherung: Um die zu transportierenden Gegenstände sicher zu ihrem Ziel zu bringen, muss der Anhänger richtig beladen werden. Schwere Lasten sollten Sie am besten über der Achse des Anhängers und nicht zu weit vorne oder hinten platzieren. Außerdem sind die Lasten mit geeigneten Hilfsmitteln wie Zurrgurten ordnungsgemäß zu sichern. Hierfür ist es wichtig, dass der Anhänger über genügend Haken verfügt, an denen man die Gurte befestigen kann. Soll leichtes Ladegut transportiert werden (z. B. Grünabfälle), kann die Sicherung bei Tiefladern auch mit einer Plane oder einem Netz erfolgen. Letzlich sollten auch rutschhemmende Unterlagen oder Ladekeile zur Sicherung immer zur Hand sein.

 

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