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Alle Jahre wieder: Der Wechsel zu den Wintereifen - Wieso sie wichtig sind

Bild Winterreifen wechselnWer im Winter mit Sommerreifen fährt riskiert eine Strafe von bis zu 80 €

Es gehört mittlerweile nicht mehr zu einem Kavaliersdelikt, im Winter Sommerreifen zu benutzen. Wer nicht rechtzeitig Winterreifen aufzieht, riskiert nicht nur eine Geldstrafe sondern auch das Leben anderer und sich selbst.

Gefahren sind nicht zu unterschätzen - Unterschiede zum Sommerreifen

Schon bei niedrigeren Temperaturen verhärtet sich der Belag von Sommerreifen. Eine optimale Haftung ist schon hierbei nicht mehr gewährleistet. Für PKW gilt seit Dezember 2010 eine allgemeine Winterreifenpflicht. Wer in der Zeit von November bis April bei Glatteis und Schnee mit Sommerreifen erwischt wird, riskiert damit eine Geldstrafe von bis zu 40 Euro. Wird dabei außerdem noch der Verkehr behindert, kann die Geldbuße sich auf 80 Euro verdoppeln.

Der ideale Zeitpunkt zum Reifenwechsel

Bild Werkstatt Autoreifen Mechaniker Der ideale Zeitpunkt zum Wechseln der Reifen ist Mitte Oktober, da hier der Ansturm auf die Werkstätten noch nicht so groß ist.

Warten Sie nicht erst den ersten Schneefall ab oder auf den ersten Temperatursturz in die Minusgrade. Wer rechtzeitig einen Termin bei seiner Werkstatt vereinbart oder selbst zum Schraubenschlüssel greift, erspart sich eine Menge Ärger. Der ideale Zeitpunkt zum Wechselreifen ist daher bereits Mitte Oktober. Je nach Region kann es da schon kühler sein, aber noch nicht so kalt, dass der erste Schnee grüßen lässt. Die Winterreifen sollten bis mindesten Ostern drauf bleiben, denn um den April herum kann es trotz Frühling immer wieder zu launischen Wetterumschlägen kommen.
Ein zu frühes Aufziehen der Sommerreifen ist demnach nicht zu empfehlen. Hier sprechen Experten von der sogenannten 7-Grad-Regel. Je nach Material verhärten die meisten Sommerreifen schon bei kälteren Temperaturen. Bremsen bei Regen und Kälte wird hier zum Risikofaktor, nicht nur für den Fahrer selbst.

Anforderungen an die Reifen

Beim Wechsel der Winterreifen sollten Sie darauf achten, dass die Reifen alle vom gleichen Typ sind da es bei gemischten Pneus von unterschiedlichen Herstellern zu einem veränderten Fahrverhalten kommen kann. Winterreifen erkennen Sie an dem Schneeflockensymbol. Eine weitere Möglichkeit ist es Ganzjahresreifen zu nutzen die ein Kompromiss zwischen Winter- und Sommerreifen sind. Diese sind zwar für jede Jahreszeit geeignet doch kommen schneller an ihre Grenzen wie bei richtigen Sommer oder Winterreifen. Von Billigreifen ist abzuraten da sie in Tests oft schlecht abschneiden. Es musst nicht immer der Reifen vom Premiumhersteller sein. Oft bieten Tochtermarken der Premiumhersteller gute Reifen die optimal für den Winter geeignet sind. Wer sparen will kauft sich Sommerreifen im Winter und Winterreifen im Sommer.

Pro und Contra Gebraucht gegen Neu

Bild Autoreifen Auch bei genügend Profiltiefe sollten Sie Ihre Reifen nach spätestens 6 Jahren wechseln.

Bevor Sie Ihre Sommerreifen wieder aufziehen, sollten Sie das Profil Ihrer alten Winterreifen überprüfen. Bei einer Restprofiltiefe von 4mm oder weniger sollten Sie sich zur nächsten Saison einen neuen Satz Wintereifen zulegen. Auch wenn noch genug Profiltiefe da ist sollten die Reifen nicht älter als 6 Jahre alt sein.
Außerdem sollten Sie vor der neuen Saison den Reifendruck ihrer alten Wintereifen prüfen. Angaben dazu finden Sie entweder im Tankdeckel oder in der Betriebsanleitung Ihres Wagens. Sollten Ihre Winterreifen älter als sechs Jahre sein, wäre zu einer Neuanschaffung geraten.
Bei neuen Wintereifen achten Sie am besten auf die Testergebnisse des ADAC. Der Automobilclub testet jedes Jahr aufs neue das aktuelle Angebot an Wintereifen der Hersteller und veröffentlicht die Testergebnisse rechtzeitig noch vor Saisonstart. Getestet werden zwei Reifengrößen, nämlich 185/60 R 15 T, die bei Kleinwagen die gängigste Größe ist, und 225/45 R 17 H für die Mittelklassewagen.
In beiden Klassen konnte sich Continental mit ihrem ContiWinterContact TS850 mit Abstand von den Besten absetzen. Bei diesem Reifen sind Sie sowohl bei Nässe, Schnee und Glatteis bestens bedient, denn in den Kategorien schnitt er mit Bestwerten ab.
Bei der Größe 185/60 R 15 T für Kleinwagen empfiehlt sich außerdem der Dunlop Winterresponse 2, der nicht nur gute Reaktion auf Nässe und Glätte zeigt, sondern auch noch einen geringen Kraftstoffverbrauch verursacht. Auch der Michelin Alpin A4 konnte sich dieses Jahr wieder bewähren. Seine besondere Materialmischung macht ihn robust und verschleißfest, sowohl in der 185/60 R 15 T Klasse als auch in der 225/45 R 17 H .
In der Kleinwagenklasse können Sie gute neue Winterreifen schon ab 49 Euro bekommen. Die teuersten Reifen liegen zwischen 100 und 120 Euro. Für den Mittelklassewagen kosten neue Winterreifen zwischen 110 und 240 Euro.
Ganz abzuraten sind in diesem Jahr die Ganzjahresreifen. Vom ADAC wurden 6 verschiedene Marken getestet, die nicht über ein befriedigend hinausgingen. Ein Großteil davon konnte nur mit einem ausreichend abschließen. Darunter gehörten Markenreifen wie der Goodyear Vector 4Seasons, sowie der Hankook H730 Optimo 4S.
Überlegen Sie dabei, dass die Reifen normalerweise einige Jahre halten. Es lohnt sich also, für die eigene Sicherheit ein wenig mehr Geld auszugeben.
Je mehr Haftung Ihr Reifen im Straßenverkehr hat, umso sicherer kommen Sie an. Wenn Sie Ihre Reifen selber wechseln möchten kriegen Sie hier eine Anleitung zum Reifen wechseln.


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