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Japanische Pflanzen – Exoten und heimische Alternativen für Deinen Garten

Japanische PflanzenJapanische Pflanzen brauchen die richtige Pflege, um im vollen Glanze erblühen zu können.

Die Bewohner Japans leben sehr naturverbunden. Das zeigt sich schon daran, dass in Japan der Frühlingsbeginn ein gesetzlicher Feiertag ist. Zur Kirschblüte gibt es ein Festival und am 4. Mai feiert man den Tag des Grüns. Möchtest auch Du japanische Naturverbundenheit in Deinen Garten holen? Mit den passenden Pflanzen gelingt das! Denn die fernöstliche Flora hält Gewächse bereit, die auch im heimischen Klima prächtig gedeihen. Zudem lassen sich japanische Pflanzen gut mit heimischen Sträuchern, Gräsern und Moosen kombinieren. Wir verraten Dir, wie Du auch mit wenig Geld japanisches Flair in Deinen Garten bringst. Auch ist für die meisten in Deutschland erhältlichen japanischen Pflanzen kein grüner Daumen erforderlich.

Japanische Pflanzen oder heimische Gewächse? Für den Japangarten gilt jedenfalls: Weniger ist mehr

Kleines Budget? Das ist keine schlechte Voraussetzung, um einen Garten nach japanischem Vorbild anzulegen! Denn japanische Gärten leben von Klarheit. Sie sollen aufgeräumt aussehen und nicht überladen wirken. Es reicht schon ein einziger Baum, der in einer schlichten Umgebung in Szene gesetzt wird. Steine spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie bieten nicht nur eine günstige Möglichkeit, dekorative Akzente im Garten zu setzen. Du kannst mit Flächen aus hellen Steinen unter farbintensiven Pflanzen auch eindrucksvolle Kontraste schaffen. Authentisch wirken Bachläufe oder Teiche, an deren Ufern neben japanischen Pflanzen auch heimische Gewächse gut zur Geltung kommen.

Bäume und Sträucher: Japanische Pflanzen und heimische Alternativen

Japanische Bäume & SträucherBaummagnolien, Japanische Kamelien und Japanische Azaleen sind nur für Profis geeignet. Für Hobbygärtner gibt es jedoch passende Alternativen.
Japanische Pflanzen Für Hobbygärtner geeignet Heimische Alternativen (für jeden geeignet)
Rot-Kiefer (Koniferen) Bergkiefer, Waldkiefer
Schirmtanne (Koniferen) Lärchen, Fichten, Eiben
Kriechwacholder (Koniferen) Zypressengewächse
Blut-Ahorn (Ahorngewächse) Feldahorn
Fächer-Ahorn (Ahorngewächse)   Holunder
Japanische Zierkirsche (Zierkirschen) Mirabellen
    Pflaumen
Baummagnolie (Magnolien)   Tulpenmagnolie
Japanische Kamelie (Kamelien)   Pfingstrosen
Japanische Azalee (Azaleen)   Rhododendron

Konifere

Koniferen sind beliebte Pflanzen in Japan – nicht nur mit speziellen Werkzeugen zu Bonsais geformt, sondern auch in Gärten. Insbesondere sind es Kiefer-, Fichten- und Wacholdergewächse, die sich gut für die Gestaltung japanischer Gärten eignen. Auch zum Anlegen von Hecken sind Koniferen ideal. Sie bleiben in Form, wenn sie regelmäßig zurückgeschnitten werden. Dies machst Du am besten Anfang August, oder zusätzlich auch im Juni. An besonders heißen Tagen solltest Du jedoch einen Rückschnitt der Koniferen vermeiden.

Heimische Koniferen als Alternativen zu japanischen Pflanzen: Kiefern, Lärchen und Fichten sind auch in europäischen Wäldern beheimatet. Für den deutschen Japangarten eignen sich zudem Eiben- oder Zypressengewächse.

Ahorngewächse

Japanische Ahorngewächse sind besonders farbenfroh. Der japanische Blut-Fächerahorn leuchtet strahlend rot, der japanische Goldahorn sticht durch ein intensives Gelb ins Auge. Die meisten Ahorngewächse werden maximal drei Meter groß und stehen gerne an sonnigen bis halbschattigen Orten. In sandigem, durchlässigem und feuchtem Lehmboden gedeihen sie am besten. Besonders an sonnigen, heißen Tagen solltest Du junge Ahorngewächse regelmäßig wässern. Schneiden musst Du den japanischen Ahorn nicht. Meist ist seine natürliche Form am schönsten.

Heimische Alternativen für den japanischen Ahorn: Hast du genügend Platz, dann macht sich auch ein Feldahorn im japanisch inspirierten Garten gut. Für kleinere Gärten eignen sich schlitz- oder farnblättrige Holunder oder der Korkspindelstrauch als Alternative zur japanischen Pflanze.

Zierkirsche

ZierkischenDie Verzweigung der Äste beginnt knapp über dem Boden. Zierkirschen bilden damit auch einen guten Sichtschutz.

Die japanische Zierkirsche wird etwa fünf Meter groß und ist anspruchslos. Am besten eignet sich ein tiefgründiger, leicht lehmiger bis humoser Gartenboden. Die Zierkirsche mag jedoch keine Staunässe. Auch zu große Trockenheit kann den Baum schädigen. Daher solltest Du Deine Zierkirsche an heißen, trockenen Sommertagen bewässern. Dies ist besonders im ersten Jahr wichtig, damit sie gut anwächst. An sonnigen Plätzen entwickeln die Bäume am meisten Blüten. Sie vertragen aber auch einen Standort im Halbschatten.

Arten und Alternativen zur japanischen Kirsche: Zwerg-, Säulen-, Hochstamm oder Hänge-Gewächse – Zierkirschen sind auch in unseren Breiten in verschiedensten Formen erhältlich. Als Inbegriff des japanischen Kirschbaums gilt die Nelkenzierkirsche mit ihren üppigen Blütenbuketts. Neben japanischen Pflanzen beeindrucken im deutschen Japangarten auch andere Prunus-Arten, wie Mirabellen, Pflaumen oder Mandeln sowie Hartriegel-Gewächse. Die Verzweigung ihrer Äste beginnt knapp über dem Boden. Zierkirschen bilden damit auch einen guten Sichtschutz.

Japanische Magnolie

Die japanische Magnolie, auch Baummagnolie, zählt zu den ältesten Kulturpflanzen Japans. Der mittelgroße Baum beeindruckt durch seine frühe Blüte, die schon vor dem Austreiben der Blätter einsetzt. Die bis zu 10 Zentimeter großen Blüten entstehen aus wollig behaarten Knospen. Sie sind weiß und duften zart. Magnolien lieben humus- und nährstoffreiche Böden sowie sonnige Standorte. Sie sind winterhart. Späte Fröste können jedoch ihrer Blütenpracht schaden. Junge Pflanzen solltest Du im Winter mit einem Vlies vor Kälte schützen.

Kamelie

Auch die Kamelie ist in Asien eine jahrtausendealte Kulturpflanze. Ihre Blüten werden bis zu 15 Zentimeter groß. Die Kamelie ist eine ideale Solitärpflanze für den japanischen Garten. Ihre Pflege ist eher etwas für fortgeschrittene Hobbygärtner. Sie gedeiht am besten an lichtschattigen Standorten unter größeren Bäumen. Selbst in Regionen mit besonders milden Wintern benötigt die Kamelie eine dicke Mulchschicht als Schutz. Zusätzlich solltest Du mit einem Vlies für Schatten sorgen, da die empfindlichen Blätter sonst in der Wintersonne vertrocknen. Sorge unbedingt auch für einen Schutz bei Spätfrost!

Alternativen zur japanischen Kamelie: Pfingstrosen sind gegenüber den Kamelien recht pflegeleicht. Viele der weltweit 32 Arten sind auch in Europa heimisch. Sie passen sich gut an die Gegebenheiten in heimischen Gärten an, benötigen aber – anders als die meisten Gartenpflanzen – eher humusarme Böden.

Japanische Azaleen

Japanische Azaleen sind niedrige Sträucher, die dicht und buschig wachsen und von April bis Mai reich blühen. Die Farbpalette ihrer Blüten reicht von Weiß über Zartrosa und Rot bis hin zu tiefem Violett. Die Pflanze mag absonnige, halbschattige Standorte, die windgeschützt liegen. Der Boden sollte gleichmäßig feucht und gut durchlässig sein. Im japanischen Garten werden Azaleen nach der Blüte kugelig geschnitten. Ältere Pflanzen kannst Du auch stärker zurück scheiden. Junge Pflanzen benötigen in den ersten Wintern einen Schutz aus Vlies. Vorsicht bei zu starker Wintersonne: Azaleen reagieren darauf empfindlich.

Heimische Alternativen zur Japanischen Azalee: Die Alpenrose zählt wie die japanische Azalee zu den Rhododendren. Der immergrüne Strauch erreicht auch in höher gelegenen Regionen Deutschlands Wuchshöhen von bis zu 130 Zentimetern. Eine weitere Art der Rhododendren ist der Almrausch, der einen Meter hoch wird und rosa bis rötliche Blüten hervorbringt.

Gräser: Exotik im Garten mit japanischen Pflanzen

    Für Hobbygärtner geeignet
Japanische Pflanzen Bambus
  Japanisches Blutgras  
  Japanwaldgras
Alternativen Seggen
  Bärenfellgras

Bambus

BambusBambus ist in Europa sehr beliebt, da er fast überall gedeiht.

Der Bambus zählt zur Gattung der Gräser. Er zählt in Europa zu den beliebtesten japanischen Pflanzen. Dies liegt vor allem daran, dass Bambus an fast jedem Standort gedeiht. Es gibt mehrere hundert Bambus-Arten, viele davon sind auch winterhart. Manche Sorten werden nur maximal 30 Zentimeter groß, andere können bis zu zehn Meter in die Höhe wachsen. Ebenso vielfältig ist die Auswahl der Bambus-Arten hinsichtlich der Farbe und Größe ihrer Blätter. Der Bambus ist immergrün. Damit eignet sich die japanische Pflanze auch gut als Sichtschutz, vor allem wenn Du nach Abwechslung zu den klassischen Heckenpflanzen suchst.

Im deutschen Japangarten pflanzt Du Bambus am besten im Frühling. Optimal ist ein sonniger Platz, der warm und windgeschützt ist und einen humosen und durchlässigen Boden hat. Von April bis August versorgst Du die Pflanze mit einem stickstoffarmen Dünger. Während längerer Trockenphasen musst Du sie ausreichend bewässern. Vorsicht: manche Sorten bilden Wurzelausläufer und können sich stark ausbreiten. Einen kompakten Wuchs erreichst Du hingegen mit einem horstbildenden Bambus.

Japanisches Blutgras

Mit seinen roten Blättern, die wie lodernde Flammen aussehen, steht das Blutgras für das Element Feuer. Es lässt sich im Japangarten mit Wasser und Steinen kombinieren. Die Pflanze wird bis zu 40 Zentimeter hoch. Sie erfordert einen sonnigen Standort mit sandigem, aber nährstoffreichem Boden, eignet sich aber auch für die Kultur im Kübel. Da das japanische Blutgras empfindlich gegen Frost ist, solltest Du es an einem geschützten Ort überwintern.

Japanwaldgras

Im japanischen Garten sowie als Bepflanzung für das Ufer am Teich beeindruckt das Japanwaldgras. Die bis zu 50 Zentimeter hoch wachsende Pflanze hat breite sattgrüne Blätter, die weit überhängen. Von August bis September bildet sie grün-braune Ähren. In der kalten Jahreszeit kann ihr dürres Laub als Kälteschutz dienen. Bei starker Kälte solltest Du das Japanwaldgras aber zusätzlich mit etwas Tannenreisig zudecken.

Alternativen zu japanischen Gräsern

Die wintergrüne Gräser-Gattung der Seggen gedeiht in den kalten und gemäßigten Gebieten weltweit. Sie besticht durch ihre Robustheit und die enorme Artenvielfalt, die für jeden Standort die passende Pflanze bereitstellt. Auch das immergrüne Bärenfellgras ist mit seinem kissenartigen Wuchs eine geeignete Alternative zu japanischen Pflanzen.

Farne und Moose für den Japangarten

Japanischer Regenbogenfarn

An das heimische Klima gut angepasst ist der japanische Regenobenfarn. Er liebt feuchte Böden an schattigen Plätzen und überzeugt durch ein eindrucksvolles Farbenspiel, das von silbrig über braun-grün bis rötlich changiert. Die Pflanze verliert im Herbst ihre Blätter und treibt im Frühjahr neu aus.

Moos

Moos ist ein typisches Gestaltungselement im Japangarten. Der saftig grüne Teppich ist völlig unkompliziert und wächst bei geeigneten Bedingungen ganz von selbst. Alles, was Moos benötigt, ist ein schattiger Bereich im Garten. Dort verdichtest Du den Erdboden mit einem Stampfer und hältst ihn durch Besprühen ständig feucht. Schon nach nur zwei Wochen wird sich eine samtartige Schicht aus grün schimmerndem Moos bilden.

Sternmoos

Das Sternmoos ist kein Moos, sondern eine krautige Pflanze. Sie ist in Mitteleuropa beheimatet und dient als Bodendecker und Rasenersatz, aber eben auch als Alternative zum Moos im japanischen Garten. Anders als Moos gedeiht die genügsame Pflanze auch in der Sonne, sollte aber niemals trocken stehen. Sternmoos hat zierliche, nadelartige Blättchen, über denen zwischen Juni und August kleine weiße Blüten hervortreten.

Fazit: Japan-Look im eigenen Garten

Holst Du Dir nun einen außergewöhnlichen Exoten in Deinen japanischen Garten? Oder möchtest Du mit heimischen Pflanzen ein fernöstliches Flair erzeugen? Wichtig für eine gelungene Gartengestaltung ist in jedem Fall eine gute Planung. Kreative und Symbolische Gestaltungstipps findest Du in unserem Ratgeber sowie in fachspezifischen Büchern. Auch der Besuch eines botanischen Gartens kann Dir helfen, die Pflanzen im japanischen Garten in Szene zu setzen.

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