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Pferderatgeber

Schenkelhilfen beim Reiten

Schenkelhilfen Neben den Schenkelhilfen gibt es noch die Zügel- und Gewichtshilfen.

Beim Reiten setzt man Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen ein, um sich mit dem Pferd zu verständigen und es so zu lenken. Dieser Ratgeber soll Ihnen einen ersten theoretischen Einblick in die Schenkelhilfen geben. Was Sie bei den Zügelhilfen zu beachten haben, finden Sie in unserem Ratgeber Zügelhilfen.

Grundwissen über Schenkelhilfen

Schenkelhilfen bezeichnen die Ausübung eines Drucks auf das Pferd durch die Waden des Reiters. Diese funktionieren über antrainierte Bewegungsreflexe. Man kann den Druck durch Anspannen verstärken; entweder beidseitig oder nur auf einer Seite. Ebenso kann der Druck nachgelassen werden und die Position der eigenen Waden verwändert werden. Dadurch sind verschiedene Schenkelhilfen möglich, die beim Pferd ganz unterschiedliche Reflefe auslösen. Beim Einsatz der Schenkelhilfen ist weniger der Krafteinsatz erfolgsentscheidend. Wichtiger ist der richtige Zeitpunkt und die richtige Lage des Beines. Es erfordert viel praktische Übung, um Lage und Zeitpunkt optimal abzustimmen. Dazu ist Erfahrung sowie besonderes Feingefühl nötig. Alle Hilfen sollten ruhig gegeben werden. Nur ausnahmsweise kann eine Hilfe stärker gegeben werden, um das Pferd aufmerksam zu machen. Kurz darauf sollte wieder feinfühlig weiter geabreitet werden.

Die Grundregel ist, so viel Druck wie nötig und so wenig wie möglich geben! Sobald das Pferd auf die Hilfen reagiert, müssen diese sofort nachgelassen werden.

Die drei Schenkelhilfen

  • vorwärts treibend

Um vorwärts zu treiben, positioniert man die Wade direkt hinter dem Sattelgurt. Je nach Ausbildung des Pferdes ist entweder ein leichter Druck nötig oder es genügt ein Anschmiegen des Unterschenkels. Der Rumpf sollte sich anschließend wechselseitig wölben, wodurch der Unterschenkel zur Seite geschoben wird. Durch den so entstehenden Druck wird das Pferd angeregt, mit dem jeweiligen Hinterbein mehr unterzutreten.

Es ist nicht richtig, das Pferd durch Klopfen mit den Unterschenkeln zu treiben. Dadurch stumpfen die Pferde mit der Zeit ab, sodass feinere Hilfen kaum mehr möglich sind.

  • vorwärts-seitwärts treibend

Der seitwärtstreibende Schenkel liegt ungefähr eine Handbreit hinter dem Gurt. Beide Schenkel liegen etwa an derselben Position, wobei nur einer eingesetzt wird. Der verwahrende Schenkel bleibt passiv, ergänzt allerdings den aktiven, indem er ein Ausfallen verhindert. Diese Hilfe bewirkt, dass die jeweiligen Vorder- und Hinterbeine vorwärts-seitwärts übertreten. Einfach gesagt: Treibt der rechte Schenkel, bewegt sich das rechte Hinterbein nach links und umgekehrt.

  • verwahrend

Hierbei liegt der Schenkel eine Handbreit weiter hinter dem Gurt. Der verwahrende Schenkel verhindert ein zu weites Treten nach außen.

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