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Leguan, Gecko oder Chamäleon? Entscheidungshilfe für ein erstes Terrarium

Echsen sorgen für Exotik und einen Hauch von Urzeit im Wohnzimmer. Die Haltung dieser Tiere ist faszinierend und anspruchsvoll zugleich. Einsteiger sollten sich daher vor der Anschaffung exotischer Tiere umfassend über deren Haltung und Pflege informieren. Wer in die Faszination der Terraristik einsteigen will, sollte mit pflegeleichten Tieren beginnen. Wichtig ist vor allem, sich umfangreich über die Lebensgewohnheiten und die Einrichtung eines Terrariums zu informieren. Für Anfänger sind besonders die Tiere geeignet, die viel Ruhe benötigen, pflegeleicht sind und vorzugsweise in einem Trockenterrarium leben.

Der Leguan - farbenprächtig und pflegeleicht

Leguane sind beliebte Anfängertiere. Besonders gut für Einsteiger eignen sich die Anolis-Arten, Erdleguane (Liolaemus), Maskenleguane (Leiocephalus) sowie einige der Stachelleguane (Sceloporus), denn sie sind klein und benötigen keine besonders großen Terrarien. Da Leguane in der Natur in großen Sozialverbänden leben, sollten sie paarweise gehalten werden. Am besten ist es ein Männchen und zwei Weibchen zu halten, damit die heftigen Paarversuche des Männchens unter den beiden Weibchen aufgeteilt werden können. Mehrere Männchen sollten auf keinen Fall zusammen gehalten werden! Eine solche Haltung führt zu meist brutalen Revierkämpfen. Leguane sind reine Vegetarier. Frisches Trinkwasser und abwechslungsreiches Futter sind das A und O. So werden die Tiere mit den notwendigen Mineralien versorgt. Die Zugabe von Vitaminen und Mineralien wird empfohlen. Die Leguan-Haltung ist recht kostenintensiv, vor allem der Betrieb der elektrischen Geräte, aber auch die Futterkosten sind nicht ohne. Die Gesamtkosten für die Leguan-Haltung liegen bei etwa 100 Euro im Monat. Weitere Infos über die artgerechte Haltung von Leguanen erhalten Sie in unserem Leguan-Ratgeber.

Der Gecko - unkompliziert und genügsam

Geckos gelten als sehr unkomplizierte Tiere, die recht häufig Terrarien-Anfängern empfohlen werden. Tatsächlich ist es so, dass man dann, wenn man dem Tier genügend Platz und Futter zur Verfügung stellt, kaum Schwierigkeiten mit dessen Haltung haben wird. Eine gute Wahl für Einsteiger sind der Leopardgecko, der große Madaskar-Taggecko oder der Zwergwüstengecko. Auch Geckos sollten nicht alleine Leben, wie beim Leguan empfiehlt sich die Haltung von zwei Weibchen und einem Männchen. Jeder Gecko benötigt eine eigene Höhle. Außerdem sollte es zusätzlich weitere Versteckmöglichkeiten geben. Die Beleuchtung des Terrariums ist besonders wichtig - Halogenstrahler (60 W) oder Leuchtstoffröhren (8 W) - kommen dafür in Frage. Die Haltungskosten sind ein wichtiger Faktor, wenn man sich einen Gecko anschaffen möchte. Am meisten Geld verschlingt der Betrieb der technischen Hilfsmittel. Aber auch die Versorgung mit größeren und kleineren Futtertieren kann ganz schön teuer werden – je nachdem, für welches Futter man sich entscheidet. Ganz zu schweigen vom Bodensubstrat für das Terrarium.

Das Chamäleon - anspruchsvoll und stressempfindlich

Chamäleons gehören aufgrund des hohen Haltungsaufwands und der Größe besser in die Hände von erfahrenen Terrarianern. Die Haltung eines Chamäleons ist anspruchsvoll, es gibt viel zu beachten und man kann so einiges falsch machen. Viele Anfänger unterschätzen den Aufwand einer artgerechten Chamäleon-Haltung. Es wird ein fundiertes Wissen über die Tiere, das Futter und die Terrarien-Technik benötigt. Es ist daher ratsam zunächst mit anderen Reptilien erste Erfahrungen zu sammeln. Wer sich dennoch für die Haltung eines Chamäleons entscheidet, sollte eine der folgenden Chamäleon-Arten wählen: Jemenchamäleon, Pantherchamäleon, Teppichchamäleon, Dreihornchamäleon (Trioceros jacksonii xantholophus), Warzenchamäleon. Das Chamäleon ist ein absoluter Einzelgänger (Arten, bei denen dies nicht der Fall ist eignen sich nur für Fortgeschrittene). Trotz ihrer Stressemfpfindlichkeit, merkt man den Tieren nur schwer an, wenn es ihnen nicht gut geht, denn das gehört zur Überlebensstrategie. Die Tiere müssen daher täglich beobachtet und ihre Lebensbedingungen kontrolliert werden. Mehr über die anspruchsvolle Haltung des Chamäleons erfahren Sie in unserem Chamäleon-Ratgeber.

Fazit

Sowohl Leguane, als auch Geckos eignen sich für Terraristik-Einsteiger. Chamäleons dagegen sollten eher nicht in die Hände unerfahrener Echsenfreunde. In allen drei Fällen sollten Sie sich jedoch ausführlich über die Haltungsbedingungen informieren und sich auch über den Kostenaufwand im Klaren sein.
 

 

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